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Ausprägungen chronischer Entzündungen

Entzündungen sind als Abwehrreaktion gegen Krankheitserreger natürliche Prozesse des Immunsystems. Wenn sie allerdings außer Kontrolle geraten, können sie selbst zu Erkrankungen führen.

Nahezu alle Organe und Gewebe können von chronischen Entzündungen betroffen sein, wobei sich ganz unterschiedliche Krankheitsbilder zeigen. Oft können auch mehrere Organe gleichzeitig betroffen sein.

Besonders häufig erkranken dabei die Barriereorgane, die im direkten Kontakt mit der Umwelt stehen. Zu ihnen gehören beispielsweise der Darm, die Haut und die Lunge, die damit eine zentrale Rolle in der Forschung des Exzellenzclusters einnehmen. Allerdings wird auch an vielen anderen Krankheitsbildern geforscht, da es bei der Forschung des Exzellenzclusters vor allem um das Verständnis der Prinzipien der chronischen Entzündung geht, die allen chronischen Entzündungen unabhängig von den betroffenen Organen zugrunde liegt.

Viele Gewebe können betroffen sein

Zahlreiche Erkrankungen werden mittlerweile mit chronischen Entzündungen in Verbindung gebracht: Hautkrankheiten wie Psoriasis (Schuppenflechte) und Neurodermitis, Erkrankungen des Darms wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, Erkrankungen des Gehirns wie Multiple Sklerose und Morbus Parkinson, der Lunge wie Asthma, der Gelenke wie rheumatoide Arthritis und des Zahnfleischs wie Parodontitis, als eine Folge von Arteriosklerose aber auch beispielweise Herzinfarkt. Allerdings ist eine Entzündung nur selten die einzige Ursache für die Erkrankungen. Vielmehr ist sie Teil im Zusammenspiel von verschiedenen Ursachen und verstärkt die Krankheitsprozesse. Charakteristisch für chronische Entzündungen ist eine Erhöhung von Entzündungsmarkern, die man im Blut nachweisen kann, wie zum Beispiel TNF-alpha (Tumornekrosefaktor-alpha).

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