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Die Entzündung der Gefäße

Ein Netz von Blutgefäßen erstreckt sich über den gesamten Körper und versorgt die Organe mit Sauerstoff und Nährstoffen. Wenn das Kreislaufsystem von einer chronischen Entzündung (Vaskulitis) betroffen ist, kann dies zu weitreichenden Folgen führen. Je nachdem in welchen Organen die Blutgefäße betroffen sind, können ganz unterschiedliche Symptome auftreten.

Bei der Vaskulitis, also einer Entzündung der Gefäße, unterscheidet man zwischen zwei Krankheitsformen. Die primäre Vaskulitis tritt als eigenständige Krankheit auf, während die sekundäre Vaskulitis durch Medikamente, Infektionen oder andere Krankheiten ausgelöst wird. Die genaue Ursache hierfür ist bislang noch nicht bekannt. Man weiß aber, dass einige Vaskulitisformen durch Antikörper des eigenen Immunsystems ausgelöst werden können: die Anti-Neutrophilen-Zytoplasma-Antikörper (ANCA). ANCA richten sich gegen neutrophile Granulozyten, bestimmte weiße Blutzellen. In Folge dessen kommt es zu Entzündungsreaktionen an den Gefäßen.

Das komplexe Beschwerdebild

Vaskulitiden können bei Menschen aller Altersgruppen auftreten. Die Diagnose ist schwierig, da häufig mehrere Organe gleichzeitig betroffen sind. In der Regel müssen dann neben dem Internisten Spezialisten verschiedener Fachrichtungen, wie Dermatologen, Neurologen oder Augenärzte, zu Rate gezogen werden, um die komplexe Symptomatik als Vaskulitis zu identifizieren. Und das ist lebensnotwendig, denn ohne Behandlung können die Gefäßentzündungen binnen weniger Monate zum Tode führen. Die Therapie hängt von der Organbeteiligung und den stark unterschiedlichen Verläufen der Erkrankung ab und richtet sich gegen die Entzündungen und das Immunsystem.

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