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Wenn der Körper versteift

Die Gelenke schwellen an und schmerzen, bläuliche Ergüsse bilden sich meist an den Händen und Füßen, Ellenbogen, Schultern, Hüfte und am Knie. Allerdings können bei der Rheumatoiden Arthritis zusätzlich auch innere Organe, die Augen und das Nervensystem betroffen sein.

Die Rheumatoide Arthritis ist eine chronische Erkrankung, die zu einer Verformung und Zerstörung der betroffenen Gelenke führt. In Deutschland sind inzwischen allein 800.000 Menschen an Rheumatoider Arthritis erkrankt. Frauen sind dreimal häufiger betroffen als Männer, allerdings ist die Ursache dafür noch unklar.

Die Entzündung behandeln

Die Ursachen für die Erkrankung sind weitgehend ungeklärt. Es wird aber angenommen, dass es sich um eine Autoimmunerkrankung handelt, bei der sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper richtet. Es konnte nachgewiesen werden, dass an diesen Vorgängen auch genetische Faktoren beteiligt sind und Patienten mit anderen Entzündungskrankheiten mit einer höheren Wahrscheinlichkeit Rheumatiode Arthritis entwickeln. In die betroffenen Gelenke wandern Immunzellen ein, die dort Botenstoffe produzieren, die wiederum Entzündungen fördern. Eine Behandlung der Rheumatoiden Arthritis richtet sich meist gegen die Entzündung. Moderne Therapiekonzepte sehen aber eine Kombination von mehreren Methoden vor. So werden mittlerweile Antikörper eingesetzt, die sich direkt gegen die entzündungsfördernden Botenstoffe des Immunsystems (z.B. gegen TNF, Tumor-Nekrose-Faktor) richten und diese blockieren. Eine Heilung der Krankheit ist aber nicht möglich. Es gelingt so nur, die Zerstörung der Gelenke aufzuhalten und die Beschwerden für die Betroffenen zu lindern.

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