Sie sind hier: Startseite / Entzündung / Ausprägungen / Herz

Entzündung führt zu Herzinfarkt

Die meisten Todesfälle bei Männern und Frauen in Deutschland sind auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall zurückzuführen. Eine Hauptursache für den Herzinfarkt sind Verstopfungen in den Herzkranzgefäßen. Mittlerweile haben Studien nachgewiesen, dass die Verdickung der Gefäße durch Entzündungen entstehen kann.

Einem Herzinfarkt geht eine Erkrankung der Herzkranzgefäße voraus, die meist durch Arteriosklerose, Arterienverkalkung, verursacht wird. Dabei verengen Ablagerungen, so genannte Plaques, die Gefäßwände, so dass das Blut nicht mehr ungehindert hindurchfließen kann. Reißt eine solche Plaque, so bildet sich an der Stelle ein Blutgerinnsel und kann dazu führen, dass ein Gefäß verstopft. Das Herz wird nicht mehr ausreichend durchblutet und mit genügend Sauerstoff versorgt, so dass es schließlich zum Absterben von Teilen des Herzmuskels kommt.

Gefäßverengung durch Entzündung

Zahlreiche Faktoren erhöhen das Risiko einer Erkrankung der Herzkranzgefäße. Dazu zählen Übergewicht, ein erhöhter Cholesterinwert, hoher Blutdruck und Rauchen. Es ist aber auch bekannt, dass Entzündungen in den Arterienwänden zu Arteriosklerose führen. Diese entstehen, wenn sich Cholesterin an den Gefäßwänden ablagert und sich Plaques bilden. An diesen Stellen kommt es dann zu einer Entzündungsreaktion. Es werden verschiedene Entzündungsbotenstoffe gebildet, die ins Blut geschleust werden. Dadurch werden Abwehrzellen angelockt, die über die Blutbahn zu den Plaques in der Gefäßwand gelangen. Dort sammelt sich das abgelagerte Cholesterin zusammen mit Zellen aus dem Blut an, so dass die Ablagerungen noch größer werden.

Bei der Behandlung von Arteriosklerose und in der Folge auch als Vorbeugung von Herzinfarkten ist die Bekämpfung von Entzündungen von Bedeutung.

Artikelaktionen