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Die Lunge - Direkte Verbindung zur Außenwelt

Rund 18.000 Mal pro Tag nimmt die Lunge mit dem Einatmen Luft auf, gibt Sauerstoff an den Körper ab und nimmt Kohlendioxid aus dem Körper auf. Sie sorgt damit für einen permanenten Gasaustausch zwischen dem menschlichen Körper und der Luft, die ihn umgibt. Nicht alles, was aufgenommen wird, ist dabei gesund: Auch Allergene, Viren, Bakterien sowie Schadstoffgase und Stäube sind in der Einatemluft enthalten. Die Aufgabe von Nase, oberen Atemwegen und der Lunge besteht deswegen auch darin, diese für den Organismus schädlichen Einflüsse zu filtern, zu eliminieren bzw. zu begrenzen. Gelingt das nicht, kommt es zu Lungenkrankheiten.

Der Exzellenzcluster Entzündungsforschung beschäftigt sich besonders mit den am häufigsten auftretenden chronisch entzündlichen Lungenerkrankungen, zu denen COPD und Asthma gehören. COPD (englisch: Chronic obstructive pulmonary disease), ist durch Husten, Atemnot bei Belastung und einer verschlechterten Ausatmung gekennzeichnet. Als Ursache gelten Einflüsse wie Rauchen, Umweltverschmutzung, häufige Atemwegsinfektionen in der Kindheit und eine genetische Veranlagung als gesichert. Typische Symptome für Asthma bronchiale sind eine Überempfindlichkeit gegen üblicherweise harmlose Reize (bronchiale Hyperreagibilität) sowie eine Verengung der Atemwege durch vermehrte Schleimbildung und Verkrampfung der Atemwegsmuskulatur, die zu teilweise anfallsartiger Atemnot führen können. Beide Erkrankungen, COPD wie Asthma, sind durch Entzündungsreaktionen gekennzeichnet, wobei sich die Profile der in die Lunge einwandernden Entzündungszellen unterscheiden. Die Anzahl Betroffener mit chronisch entzündlichen Lungenkrankheiten nimmt weltweit zu, alleine in Deutschland leiden mehrere Millionen Menschen an den Erkrankungen.

 Schwerpunkt: Experimentelle Pneumologie

Der Bereich „Experimentelle Pneumologie“ am Forschungszentrum Borstel wurde mit maßgeblicher Unterstützung des Exzellenzclusters Entzündungsforschung gegründet. Professor Fehrenbach wurde als Leiter des Bereichs „Experimentelle Pneumologie“ berufen, um mit seiner Arbeitsgruppe die Interaktion entzündlicher (z.B. Lymphozyten, Granulozyten) und strukturbildender Zellen (z.B. Epithel, Bindegewebe, Muskulatur) sowie die daraus resultierenden Zusammenhänge zwischen strukturellen und funktionellen Veränderungen der entzündeten Atemwege bei Asthma und COPD zu erforschen. Darüber hinaus befasst sich die Arbeitsgruppe mit der Frage, inwieweit sich die Regenerationsfähigkeit der Lunge bei gewebszerstörenden Prozessen, wie sie bei der COPD in der Ausbildung eines Lungenemphysems münden, für therapeutische Zwecke nutzbar machen lässt.

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