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Die Entzündungserreger entschlüsseln

Um eindringende Krankheitserreger schnellstmöglich unschädlich zu machen, müssen sie zunächst als solche erkannt werden. Ein Teil des menschlichen Immunsystems kann das bereits mit seiner Geburt, denn viele Krankheitserreger haben unveränderliche Merkmale.

Auf diese unveränderlichen Merkmale und Oberflächenstrukturen ist das angeborene Immunsystem als erste Instanz der Immunabwehr gerichtet. Hoch spezialisierte Sensoren, Rezeptoren des Immunsystems, erkennen die Merkmale auf den Mikroorganismen und identifizieren sie als „fremd“ und „schädlich“. Als Reaktion werden antibakterielle Wirkstoffe und Botenstoffe freigesetzt, wodurch andere Zellen des Immunsystems aktiviert und herbeigerufen werden. So entsteht eine Entzündung.

Um zu verstehen, wie das Immunsystem Mikroorganismen erkennt, aber auch warum manche der Eindringlinge der Zerstörung durch das Immunsystem entkommen, analysieren die WissenschaftlerInnen die Oberflächenstrukturen und Merkmale von Krankheitserreger. Zusätzlich werden hochaktive bisher unbekannte antibakterielle Stoffe aus Menschen und verschiedenen Tierarten erforscht, um ihre Struktur und Funktion zu verstehen und um neue antibakterielle Therapien zu entwickeln.

Schlüsselmoleküle des Immunsystems verstehen

Die Entzündungsreaktion ist ein komplexer Vorgang, bei dem Botenstoffe eine Rolle spielen, die sowohl eine Entzündung auslösen (pro-inflammatorisch) als auch eine Entzündungsreaktion abschwächen und verhindern (anti-inflammatorisch) können. Ein Ziel ist es, diese Schlüsselmoleküle zu verstehen, um dann auf ihre Rolle bei chronischen Entzündungen Einfluss nehmen zu können.

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