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Die Zelle

Obwohl nahezu alle Zellen unseres Körpers die gleichen genetischen Informationen beinhalten, können sie die unterschiedlichsten Formen und Funktionen haben. Sie produzieren Insulin in der Bauchspeicheldrüse, erkennen Krankheitserreger oder sorgen durch Kontraktion dafür, dass unser Herz schlägt.

Mit modernsten Techniken und unter einem hoch auflösenden Mikroskop sind Zellen gut zu beobachten. So lassen sich ihre Zellhülle, die Zellmembran, ebenso wie die Eiweiße, aus denen die Zelle zum größten Teil besteht, gut erkennen. Selbst einzelne Rezeptoren, jene Sensoren auf der Membran, die von großer Bedeutung für die Entstehung einer Entzündung sind, werden sichtbar. Rezeptoren sind es, die Infektionserreger und Botenstoffe erkennen und das Immunsystem aktivieren. 

Um zu verstehen, wie es letztlich zu einer geröteten, schuppenden Haut oder einer schmerzhaften Gewebszerstörung im Darm kommt, erforschen die WissenschaftlerInnen die Funktionen und die Steuerung der Zelle. Dafür werden zum Beispiel aus isolierten weißen Blutkörperchen aus dem Blut oder aus den Hautzellen Zellkulturen hergestellt. Im Weiteren kann simuliert werden, wie die Zelle reagiert, wenn sie beispielsweise durch Zugabe von Erregern stimuliert wird.

Inzwischen ist es sogar möglich, Zellen regelrecht umzuprogrammieren. Es können neue Gene in sie eingeschleust werden oder andere Gene ausgeschaltet werden, um zu verstehen welche Funktion sie haben.

Grundlagenforschung für die Gesundheit von morgen         

Mit solch innovativen Methoden gehen die EntzündungsforscherInnen den Fragen nach, warum minimale genetische Auffälligkeiten einen chronischen Entzündungsprozess in Gang setzen können oder welche Zellen des Immunsystems auf welche Weise am Entzündungsgeschehen beteiligt sind. Durch die Antworten werden grundlegende Voraussetzungen für neue Therapien und die Entwicklung zielgenauer Wirkstoffe zur Behandlung von Entzündungserkrankungen geschaffen.

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