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Von der Forschung bis zur Therapie

Der Exzellenzcluster Entzündungsforschung ist nicht nur hinsichtlich der Forschungsinhalte innovativ, sondern auch im Hinblick auf die Patientenversorgung. Seit 2009 gibt es Spezialkliniken in Kiel und Lübeck für Patienten mit chronischen Entzündungskrankheiten.
Im Exzellenzzentrum für Entzündungsmedizin (CCIM) werden Erkrankte bestmöglich und nach dem aktuellen Stand der Forschung versorgt werden. Neben der ganzheitlichen und interdisziplinären Behandlung sind diese besonderen Einrichtungen auch durch die enge Verzahnung von Klinik und Forschung einzigartig in der Kliniklandschaft.

Ziel ist, Barrieren zu überwinden und Entzündungen nicht mehr organfixiert, sondern ganzheitlich zu betrachten und zu behandeln. Denn Krankheiten wie Schuppenflechte, chronische Darmentzündung oder koronare Herzkrankheit sind nicht so unterschiedlich, wie es auf den ersten Blick scheint. Die zu Grunde liegenden Mechanismen sind ähnlich. Nicht selten haben Erkrankte an mehreren Stellen im Körper Entzündungen.

Es ist also nur konsequent, die Betroffenen fachübergreifend zu behandeln. Die Strukturen dafür wurden geschaffen. Die behandelnden Ärztinnen und Ärzte stehen aber nicht nur untereinander in einem ständigen fachlichen Austausch, sie halten auch regelmäßigen Kontakt zu den Forschenden im Exzellenzcluster.

Ein Schwerpunkt im Exzellenzzentrum Entzündungsforschung ist auch das Sammeln und Untersuchen von Blut-, DNA- , Stuhl- und Gewebeproben der Kranken. In Kombination mit Symptomen, Schwere der Erkrankung und anderen klinischen Daten ist man dabei, Biomarker zu identifizieren, anhand derer die Therapie ausgewählt oder kontrolliert werden kann.

Drei Punkte sind im Zusammenhang mit einer erfolgreichen Behandlung wichtig und stehen daher im Zentrum aktueller Studien:

  • die Früherkennung von chronisch entzündlichen Krankheiten
  • die Vorhersage von Krankheitsverlauf und Komplikationen
  • die Vorhersage des individuellen Therapieansprechens

Dahinter steckt ein modernes Verständnis von Medizin: Ganzheitlich und fächerübergreifend. Präventiv statt reagierend. Individuell, auf den einzelnen Patienten abgestimmt.

 

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