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CL IX Theoretische Biologie

Zusammenfassung

Die ungeahnte Komplexität der genetischen und genomischen Architektur von Barrierephänotypen verlangt nach neuen Ansätzen für das Verständnis und die Übertragung in klinische Studien. Die Organisation komplexer, auf multidimensionalen Datensätzen basierende Modellansätze und die hypothesenbasierte Generierung neuer funktionaler Daten unter spezifischen Bedingungen in vitro und in vivo haben inzwischen eine ebensolche Bedeutung gewonnen wie die bloße Computeranalyse von umfassenden, biologischen Datensätzen. Auch wenn einzelne Arbeitsgruppen erfolgreich Fachwissen im Projektbereich der Bioinformatik mit einem Fokus auf genetischer Epidemiologie und Genomanalyse geschaffen haben, hat der Cluster die Computer-/theoretische Biologie mit ihren Teilbereichen Bioinformatik und Systembiologie als eigenständigen Bereich identifiziert. Diese Weiterentwicklung wird den Cluster nicht nur wettbewerbsfähiger machen, sondern auch das Umfeld für klinische Forschungen in verschiedenen Disziplinen an beiden Universitäten stärken. Die Entscheidung zur Schaffung einer vollen Professur für Bioinformatik sowie zur Gründung eines Instituts für Theoretische Biologie wurde bereits getroffen (wobei der Lehrstuhl für Bioinformatik bereits ausgeschrieben ist). Der Fokus liegt auf der Forschung mit multidimensionalen Bio- und umfassenden Sequenz-Daten, Genomanalysen und/oder Netzwerkmodellierung. Der Cluster wird den beiden Universitäten und dem Forschungszentrum Borstel projektbezogen jeweils einen Forschungsgruppenleiter für Bioinformatik zur Verfügung stellen, ebenso zwei außerordentliche Professuren für Systembiologie mit Tenure-Track-Option. Bereits heute existieren komplexe Datensätze aus breiten Genetik- und Genomikstudien zu kardiovaskulären und chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. Neben der Forschungstätigkeit wird auch ein Master mit Fokus auf Bioinformatik und Systembiologie eingerichtet.

Beitrag zur wissenschaftlichen Agenda

Dieses Cluster-Labor bietet Instrumente und Expertise zu Umgang und Analyse von umfassenden Datensätzen aus dem Menschen oder relevanten Modellorganismen. Das Labor wird (1) eine IT-Umgebung aufbauen und weiterentwickeln, die solche Datensätze in Verbindung mit klinischen Daten verwaltet (siehe Datenmanagementkonzept, Abschnitt RA Z), (2) ein Umfeld für Diskussion und Fortbildung im Bereich Datenbanken, Analyse und Modellierung für Pre- und Postdocs schaffen, (3) Systembiologiemodelle für verschiedene Schlüsselbereiche entwickeln und zur Verfügung stellen und (4) zur Lehre der Bioinformatik und Systembiologie im Undergraduate-Bereich beitragen, einschließlich eines spezifischen Master-Studiengangs.

 

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