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CL XII Mausmodellsysteme von Entzündungen

Zusammenfassung

In der ersten FP wurden im Cluster mehrere mutante Mauslinien generiert, deren Gene und Wege bei akuten und chronischen Entzündungsprozessen eine Rolle spielen. In der zweiten Cluster-Phase werden diese Linien den Ansatzpunkt für weitere funktionale, vorklinische Studien in verschiedenen Forschungsbereichen bieten. Darüber hinaus wurden auch verschiedene kongene QTL-Stämme, Kreuzungslinien und konplastische Stämme generiert, deren spezifische Aspekte in den verschiedenen Forschungsbereichen getestet werden. Das Labor dient dazu, die Verwendung von genetisch modifizierten Tieren und Provokationsmodellen im Cluster zu standardisieren und weiter zu verbessern. Dieses Konzept umfasst zunächst die zentrale Unterbringung und Aufzucht in einer spezifischen pathogen-freien (SPF) Umgebung als Voraussetzung für die Abschätzung komplexer Wirt-Mikrobiota-Interaktionen. Des Weiteren zielt das Cluster-Labor darauf ab, eine Mausdatenbank aufzubauen, die alle genetischen und immunologischen Informationen jeder einzelnen Mauslinie für den gesamten Cluster verfügbar macht. Um diese Informationen zu erhalten, wird eine zentralisierte Infrastruktur für die Genotypisierung und Immunphänotypisierung geschaffen. Letztere umfasst ein dreistufiges Programm einschließlich der Bestimmung der grundlegenden Zusammensetzung von Immunzellen, der Bewertung der Immunzellfunktion und der Einschätzung komplexer Immunfunktionen in experimentellen Modellen von Barriereerkrankungen.

Beitrag zur wissenschaftlichen Agenda

Mausmodelle von Entzündungen an (epithelialen) Schnittstellen spielen eine wichtige Rolle für das funktionale Verständnis von Krankheitsmechanismen. Dieses Cluster-Labor schafft eine integrierte Forschungsstruktur für alle beteiligte Institutionen durch: (1) die Standardisierung der Genotypisierung, (2) Standardvorgehensweisen (SOP) für experimentelle Modelle ausgewählter Barriereerkrankungen, (3) eine Datenmanagementinfrastruktur, die Informationen zu vor Ort verfügbaren, genetisch modifizierten Mäusen und experimentellen Krankheitsmodellen im Cluster bereithält, (4) standardisiertes Monitoring der mikrobiellen Zusammensetzung in Indikatorstämmen (16s rDNA) und Aufbau einer begrenzten gnotobiotischen Einrichtung, und (5) eine definierte Strategie zur „Immunevaluation” von genetisch veränderten Mauslinien. Das Cluster-Labor fungiert als entscheidender Partner der Universitäten bei der Einführung langfristiger Pläne zur Modernisierung und Neustrukturierung der Haltung von Forschungstieren in Schleswig-Holstein.

Abbildung:  Agenda des Clusterlabors zur Optimierung der Forschung an Tier- und Krankheitsmodellen.

 

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