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Doppelt hält besser! Borsteler Wissenschaftler erhält zwei Auszeichnungen auf dem Jahreskongress der DGP

03.04.2014

Dr. Lars Lunding wurde auf dem 55. Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP) in Bremen gleich zweimal ausgezeichnet: Zum einen erhielt er den von der Deutschen Lungenstiftung ausgelobten Preis für die beste experimentelle Dissertation auf dem Gesamtgebiet der pneumologischen Forschung, zum anderen wurde sein wissenschaftlicher Vortrag auf dem Jahreskongress als einer der vier besten Kongressbeiträge ausgezeichnet.

Die 1994 von Mitgliedern der DGP gegründete Deutsche Lungenstiftung e.V. sieht eine ihrer Hauptaufgaben darin, die Öffentlichkeit über Lungen- und Atemwegserkrankungen zu informieren und jederzeit zu allen damit im Zusammenhang stehenden Aspekten auf fachlich hohem Niveau und engagiert Stellung zu beziehen. In diesem Rahmen verleiht sie zusammen mit der Firma Boehringer Ingelheim Pharma GmbH alljährlich den mit 3000 Euro dotierten Doktorandenpreis zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses für jeweils die beste klinische und die beste experimentelle Dissertationsarbeit auf dem Gesamtgebiet der Pneumologie in Deutschland. In diesem Jahr hat sie damit Dr. Lars Lunding aus der durch das Deutsche Zentrum für Lungenforschung geförderte Forschungsgruppe „Mausmodelle des Asthmas“ am FZB für seine Dissertation mit dem Thema „Zur Rolle der Interleukin 1/Toll like Rezeptor- Superfamilie bei der Immunpathogenese des allergischen Asthma bronchiale“ ausgezeichnet. Unter Betreuung seines Forschungsgruppenleiters Dr. Michael Wegmann demonstrierte Dr. Lars Lunding im Rahmen seiner Promotionsarbeit, dass sowohl entzündungsfördernde als auch entzündungshemmende Signale über die oben genannte Rezeptor-Superfamilie weitergeleitet werden und diese erheblichen Einfluss auf die Pathogenese des allergischen Asthmas hat.

Der diesjährige 55. Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie e.V. und Beatmungsmedizin wurde zusammen mit der 36. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für pädiatrische Pneumologie e.V. in Bremen abgehalten. Mit etwa 3.500 Teilnehmern stellt dieser Kongress die größte wissenschaftliche Veranstaltung im Bereich der Pneumologie dar und dient dem wissenschaftlichen Austausch und der Diskussion neuester Erkenntnisse aus allen Bereichen der Grundlagen- und klinischen Forschung zum Thema Lunge.Unter den über 350 wissenschaftlichen Beiträgen in Form von Postern und freien Vorträgen wurden die vier besten innerhalb der Vortragssitzung „Highlights der Pneumologie“ ausgezeichnet, wobei Dr. Lars Lunding für seinen Vortrag „IL-17 producing NK cells are suspected to be critical for the IL-17 dependent, TLR-3-triggered aggravation of experimental asthma“ den Preis für den zweitbesten Beitrag in Höhe von 1000 Euro erhielt.

Im Rahmen dieser Arbeit hat Dr. Lars Lunding gezeigt, dass allein die Inhalation doppelsträngiger RNA, die vom Körper als virales Genom über den Toll-like Rezeptor 3 (TLR-3) erkannt wird, ausreicht, um eine akute Exazerbation eines bestehenden allergischen Asthmas auszulösen. In folgenden Experimenten demonstrierte er, dass diese Reaktion maßgeblich durch den Botenstoff Interleukin 17 (IL-17) gesteuert wird und dass dabei aktivierte NK-Zellen als IL-17-Quelle von entscheidender Bedeutung sind. Damit hat er nicht nur eine distinkte Zellpopulation, sondern auch einen einzelnen Botenstoff identifiziert, die jeweils als Ziel einer Therapie akuter Asthmaexazerbationen dienen könnten.

Prof. Tobias Welte (DGP Präsident), Dr. Lars Lunding mit den 3 weiteren Preisträgern, Prof. Michael Pfeifer (Vorsitzender der DGP Programmkommission), Herrn Prof. Dieter Ukena (DGP Kongresspräsident) /©Agentur KONSENS GmbH (durch ISO K° photography)

(v.l.n.r): Prof. Heinz Fehrenbach, Dr. Lars Lunding, Dr. Michael Wegmann / ©Agentur KONSENS GmbH (durch ISO K° photography)


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