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Extrazelluläres Cathepsin K schützt die Darmflora

30.05.2012

Kieler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Exzellenzcluster konnten zeigen, dass extrazelluläres Cathepsin K antimikrobielle Effekte im Darm vermittelt und möglicherweise als Therapie bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen genutzt werden kann. Die Ergebnisse dieser Studie wurden kürzlich in der Fachzeitschrift Gut veröffentlicht.

In Zusammenarbeit mit verschiedenen Instituten an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, haben Philip Rosenstiel und Paul Saftig mit ihren Arbeitsgruppen die Rolle der Protease Cathepsin K bei der Immunantwort, die sich bei chronischen Entzündungen des Darms abspielt, anhand von knockout-Mäusen untersucht. „Wir konnten zeigen, dass Cathepsin K von den Becherzellen ins Darmlumen ausgeschleust wird und über die Veränderung der darmeigenen bakteriellen Flora der Entstehung chronischer Entzündungen vorbeugt“, erklärt Rosenstiel. Am Mausmodell habe sich gezeigt, dass die Gabe von rekombinantem Cathepsin K die Ausprägung von experimentell induzierten Darmentzündungen verbessern kann.
Bisher war nur bekannt, dass Cathepsin K von dendritischen Zellen und Knochenzellen gebildet wird und eine Rolle bei der Knochenerneuerung sowie bei Osteoporose spielt. Die Blockade von Cathepsin K besitzt einen schützenden Effekt in Tiermodellen der rheumatoiden Arthirtis und der Multiplen Sklerose.
„Diese Studie ist ein weiterer Schritt, um die Entwicklung von neuen Therapien für Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen voranzubringen“, sagt Philip Rosenstiel.

Originalpublikation:

gut.bmj.com/content/early/2012/03/21/gutjnl-2011-300076.full.pdf+html

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