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Exzellenzcluster tagt in Hamburg

07.02.2013

Die Aufklärung der genetischen und molekularen Ursachen von chronischen Entzündungen wie Morbus Crohn, Rheumatoide Arthritis oder Allergien ist eine der großen Herausforderungen an die moderne Medizin. Am 22. und 23. Februar treffen sich Expertinnen und Experten auf dem Gebiet der Entzündungsforschung beim 4. Interdisziplinären Symposium `Inflammation at Interfaces´ des Exzellenzclusters Entzündungsforschung im Congress Center Hamburg (CCH).

„Mit dem Jahreskongress bietet der Exzellenzcluster den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein interdisziplinäres Forum, um die neuesten Erkenntnisse auf dem Gebiet der Entzündungsforschung zu präsentieren und den Wissensaustausch untereinander zu pflegen und zu fördern“, sagt Professor Dietrich Kabelitz, Kongresspräsident und Vorstandsmitglied im Exzellenzcluster. „Das Symposium ist eine ideale Gelegenheit, um die enge Beziehung von Forschung und Klinik über die Disziplinen hinaus, auch mit internationalen Kooperationen, weiter zu festigen.“

Ziel des zweitägigen Symposiums ist es, die neuesten Forschungserkenntnisse aus der Grundlagenforschung zu den Ursachen von chronischen Entzündungserkrankungen vorzustellen und  ihre möglichen klinischen Perspektiven und Anwendungen zu diskutieren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beschäftigen sich in drei Plenarsitzungen mit allen Stadien der Krankheitsentwicklung: der Rolle von krankheitsauslösenden Genen, der Regulation der Entzündung auf zellulärer Ebene,  sowie den Möglichkeiten, diese Erkenntnisse in neue Therapie-Ansätze zu überführen. Mit hochkarätigen Vorträgen eröffnen Dr. Polly Matzinger, National Institute of Allergy and Infectious Diseases, Bethesda (USA), Professor Lukas Kenner, Ludwig Boltzmann Institut für Krebsforschung in Wien (Österreich), und Professor Steffen Gay, Zentrum für Experimentelle Rheumatologie, Universitätsklinikum Zürich (Schweiz), die Sitzungen. Nach deren Beiträgen referieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Exzellenzclusters in 16 Vorträgen über das Zusammenspiel von Mensch und Mikrobe, über den aktuellen Stand der Tuberkuloseforschung, aber auch über organspezifische Autoimmunerkrankungen.  

Begleitet wird das Hauptprogramm von fünf parallelen Mini-Symposien zu entzündungsrelevanten Themen und einer Posterpräsentation mit rund 50 Beiträgen, um wichtige wissenschaftliche Ziele des Clusters noch weiter zu vertiefen und den Wissensaustausch untereinander zu fördern. Chronische Darmentzündungen, Pathophysiologie bei Fettleibigkeit und Diabetes oder Zucker-freie Antikörper - die Themen sind vielfältig, behandeln aber immer chronische Entzündungen. Zum Jahreskongress werden rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Europa, Amerika, Afrika, Australien und Neuseeland erwartet. Der Exzellenzcluster Entzündungsforschung konnte knapp 50 Referentinnen und Referenten aus 14 Ländern gewinnen, die in zahlreichen Vorträgen ihre Arbeiten ihrer Fachgebiete vorstellen.


Ausführliche Informationen:
http://www.symposium-iai.org


Zwei Fotos zum Thema stehen zum Download bereit:

Strukturforscher
Bildunterschrift: Spezialisierte Biologinnen und Biologen des Exzellenzclusters Entzündungsforschung entschlüsseln die Strukturen von Entzündungserregern im Detail.
Copyright: Exzellenzcluster Entzündungsforschung

Menschliche Zelle
Bildunterschrift: Unter dem Mikroskop werden die Strukturen menschlicher Zellen sichtbar.
Copyright: Exzellenzcluster Entzündungsforschung


Hintergrundinformationen zum Exzellenzcluster:
Der Exzellenzcluster Entzündungsforschung verfolgt einen einzigartigen interdisziplinären Forschungsansatz, um die Ursachen chronischer Entzündungen zu entschlüsseln und Therapien zur Heilung zu entwickeln. Der Forschungsverbund bündelt die Kompetenzen von rund 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Ärztinnen und Ärzte der Universitäten zu Kiel und zu Lübeck, des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, des Forschungszentrums Borstel sowie des Max-Planck-Instituts, Plön, und der Muthesius Kunsthochschule, Kiel. Das gemeinsame Ziel von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Forschung, Lehre und Klinik aus den Bereichen Genetik, Biochemie, Biologie und Ernährungswissenschaft ist es, Entzündungsprozesse frühzeitig zu erkennen und kontrollieren zu können, anstatt den Krankheitsverlauf nur zu verlangsamen.



Exzellenzcluster Entzündungsforschung
Presse und Kommunikation, Dr. Ann-Kathrin Wenke
Postanschrift: Christian-Albrechts-Platz 4, D-24118 Kiel
Telefon: (0431) 880-4839, Telefax: (0431) 880-4894
Email: akwenke@uv.uni-kiel.de, Internet: www.inflammation-at-interfaces.de

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