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Neue Erkenntnisse zu nicht-genetischen Risikofaktoren für chronisch entzündliche Darmerkrankungen durch Zwillingsforschung

06.09.2011

Ursachen für chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) sind sowohl genetische als auch nicht-genetische Faktoren, wie Lebensstile und Umweltbedingungen. Der genetische Einfluss wird auch durch die Zwillingsforschung unterstützt, bei denen ein Zwilling von einer chronisch entzündlichen Darmerkrankungen betroffen ist und der andere nicht. Als gesicherte nicht-genetische Risikofaktoren gelten eine Blinddarmentzündung und Rauchen. Martina Spehlmann, Klinik für Innere Medizin 1, UK-SH, Campus Kiel, hat kürzlich eine Fragebogen-gestützte Erhebung zu Lebensstilen bei Zwillingen durchgeführt mit dem Ziel herauszufinden, wie die Verteilung der Häufigkeiten und damit die mögliche Korrelation zwischen <100 Lebensstilfaktoren bei mit CED-erkrankten Zwillingen im Vergleich zu nicht mit CED-erkrankten Zwillingen ist. Dazu wurden Daten von 512 Zwillingen ausgewertet und mit einer Kontrollgruppe von Gesunden (n=207) und Zwillingen, bei denen kein Zwilling mit CED erkrankt ist (n=392) verglichen. Das Ergebnis zeigt eine Häufung von Antibiotika-Einnahme, Konsum von Fleischerzeugnissen und bakteriellen Infektionen (wie zum Beispiel Infektionen der Atemwege und Infektionen des Magen-Darm-Trakts) bei mit CED-erkrankten Zwillingen, so dass ein Zusammenhang zwischen diesen Lebensstilfaktoren mit einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung vermutet werden kann. Die Ergebnisse wurden im „Journal of Crohn´s & Colitis“ veröffentlicht http://www.ecco-jccjournal.org/article/S1873-9946%2811%2900182-6/abstract

 

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