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Endspurt für die erste Phase

und ein Antrag auf Verlängerung

Die erste Phase der Exzellenzinitiative näherte sich langsam dem Ende und die strukturellen Ziele, die sich der Exzellenzcluster gesetzt hatte, sind weitestgehend erfüllt. Die laufenden Forschungsprojekte haben sich weiter etabliert und es war an der Zeit, sich Gedanken über die weitere wissenschaftliche Ausrichtung zu machen. Ein Antrag für eine weitere Förderungsperiode musste bis Anfang September in Bonn bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingereicht werden.

Die Bilanz nach nunmehr vier Jahren sieht immer noch sehr gut aus und es herrscht weiterhin reges Treiben in allen Einrichtungen und Institutionen des Clusters. Um die Krankenversorgung noch besser mit der Forschung zu verzahnen, wurde bereits 2009 das Institut für Experimentelle Medizin (IEM) in Kiel gegründet. Nach längerer Bauphase konnten jetzt die sechs Arbeitsgruppen, die im IEM vereint sind, in das renovierte und sanierte Gebäude, Niemannsweg 11, einziehen.

Cluster-Veranstaltungen

Regelmäßig stattfindende Veranstaltungen wie Retreats und Treffen, Cluster-Lectures im Herrenhaus des Forschungszentrums in Borstel sowie das Cluster-Symposium sorgen für den fachlichen Austausch innerhalb des Clusters und auch darüber hinaus mit nationalen und internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Auf diese Weise soll der Anschluss an die aktuelle Entwicklung auf dem Gebiet der Entzündungsforschung gehalten werden. Gleich zu Jahresbeginn fand in Kiel zum dritten Mal das Cluster-Symposium statt. Das große Thema dieser Veranstaltung war die zukünftige Ausrichtung des Clusters. In zehn Workshops präsentierten Clustermitglieder ihre Ideen unter den kritischen Augen des Supervisory Board. Daneben wurde auch ein Blick auf das bisher Erreichte geworfen. Die Beiratsmitglieder sind Fachleute aus Industrie und Forschung, die dem Cluster wissenschaftlich und strategisch mit Rat zur Seite stehen. Sie äußerten sich sehr zufrieden mit der bisherigen Entwicklung. Als Besonderheit und wichtiges Alleinstellungsmerkmal lobte das Supervisory Board vor allem die enge Zusammenarbeit von Wissenschaft und Klinik.

Weitergehende Ziele für die zweite Phase

Nachdem das Steering Commitee entschieden hat, dass ein Antrag für die zweite Phase der Exzellenzinitiative gestellt werden soll, wurde dafür eine Schreibgruppe gegründet. Sie arbeitete mit Hochdruck an dieser Mammutaufgabe, um den Abgabetermin im September einzuhalten. In zahlreichen Treffen wurde die Neuausrichtung der wissenschaftlichen Struktur und die Vorgehensweise für die zweite Förderphase besprochen. Eine neue Ordnung der Clusterstruktur war notwendig geworden, da die Ursachen entzündlicher Erkrankungen offensichtlich komplexer sind, als ursprünglich angenommen wurde. Es wurden sechs neue Research Areas (RA) gebildet sowie Knowhow, Methoden und Technik für spezielle Themenkomplexe in sieben weiteren Cluster Laboratorien (CL) gebündelt (Abb.1). Die in Research Areas organisierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sollen künftig in enger Zusammenarbeit mit den Cluster Laboratorien Schlüsselelemente der Entzündungsentstehung auf genetischer, genomischer und funktioneller Ebene detailliert untersuchen. „Gemeinsames Ziel ist es, individuelle molekulare Signaturen für die Therapieempfehlung zu identifizieren, diese in entsprechend genetisch modifizierten Modellen zu überprüfen und daraus in der Zukunft individualisierte entzündungshemmende Therapien zu entwickeln“, erläutert Cluster-Sprecher Professor Stefan Schreiber. Der Exzellenzcluster will langfristig Konzepte entwickeln, um Entzündungserkrankungen an Barriereorganen im frühen, klinisch noch weitgehend unauffälligen Stadium zu erkennen und zu behandeln.

Neuer Webauftritt

Eine Neuerung zum Jahresende war die Überarbeitung des Internetauftritts. In Zusammenarbeit mit dem Projektbüro der Muthesius Kunsthochschule in Kiel wurde ein neues Konzept für die Homepage des Clusters erarbeitet und umgesetzt. „Die Geschichten der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sollten im Vordergrund stehen“, erklärt Jakob Runge, Masterstudent der Kunsthochschule, der das Design für die neue Internetseite entwickelt hat. Auch in der Menüführung gab es einige Änderungen. Eine Sitemap zeigt von Anfang an, was der Cluster zu bieten hat. Insgesamt solle die Homepage luftig und klinisch hell wirken, um so das Thema der klinischen Forschung widerzuspiegeln, so Runge.

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