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Für ein starkes Netzwerk

Kontaktpflege und Wissensaustausch

Die Arbeit des Exzellenzclusters Entzündungsforschung ist auch für internationale Gäste von großem Interesse. Zum Symposium im Februar kamen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Europa, Amerika, Afrika, Australien und Neuseeland. Als einzigartig bezeichnete eine italienische Delegation das Exzellenzzentrum Entzündungsmedizin bei einem späteren Besuch in der Kieler Ambulanz. Gepflegt werden aber auch die lokalen Kontakte, zum Beispiel bei der Kieler Woche, sowie der Austausch der Cluster-Mitglieder untereinander beim Retreat.


Internationales Symposium

Am 22. und 23. Februar 2013 trafen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt beim 4. Symposium des Exzellenzclusters in Hamburg. Das Jahrestreffen stand unter dem Motto „Gene to Target, Target to Function, Function to Clinic“. Fast 50 Referentinnen und Referenten aus 14 Ländern präsentierten in Vorträgen Ergebnisse ihrer Arbeiten. Daneben referierten Mitglieder des Exzellenzclusters über den aktuellen Wissensstand zu ihren jeweiligen Forschungsbereichen. Für Kongresspräsident Professor Dietrich Kabelitz vom Kieler Institut für Immunologie ist das Symposium „eine ideale Gelegenheit, um die enge Beziehung von Forschung und Klinik über die Disziplinen hinaus, auch mit internationalen Kooperationen, weiter zu festigen.“
Ziel des zweitägigen Symposiums war es, die neuesten Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung zu den Ursachen von chronischen Entzündungserkrankungen vorzustellen sowie mögliche klinischen Perspektiven und Anwendungen zu diskutieren. Die rund 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beschäftigen sich in drei Plenarsitzungen und fünf Mini- Symposien mit allen Stadien der Krankheitsentwicklung: der Rolle von krankheitsauslösenden Genen, der Regulation der Entzündung auf zellulärer Ebene sowie den Möglichkeiten, diese Erkenntnisse in neue Therapieansätze zu überführen. Begleitet wurde das Vortragsprogramm von einer Posterpräsentation mit rund 50 Beiträgen.

Zum zweitägigen Cluster-Symposium in Hamburg kamen rund 350 Interessierte. Die Pausen nutzen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums zum Netzwerken und für den fachlichen Austausch.


Film, Vorträge und DNA zum Anfassen

Während der Kieler Woche im Juni 2013 präsentierte sich der Exzellenzcluster mit einem Ausstellungsstand und Vorträgen. Zu sehen gab es zum Beispiel den Film „Knetentzündung“ von Aylin Serbay. Die ehemalige Studentin der Muthesius Kunsthochschule lieferte mit ihrer Animation aus Knetmasse eine anschauliche Erklärung für die Vorgänge, die im Körper bei akuten und chronischen Entzündungen ablaufen. Bei der „Wissenschaft zum Zuhören“ im Vortragszelt waren auch Professoren des Clusters mit Beiträgen vertreten. Professor Andre Franke berichtete über „Fiktionen und Fakten aus Kiel zur Erbgutanalyse in der klinischen Praxis“. Er beschrieb anschaulich, wie seine Arbeitsgruppe mit Hilfe modernster Sequenziertechniken im Erbgut nach Hinweisen auf Krankheiten sucht. Dann reichte er ein Röhrchen mit menschlicher DNA herum. Das war für die meisten Anwesenden das erste Mal, dass sie DNA in den Händen hielten und somit ein beeindruckendes Erlebnis. Professor Philip Rosenstiel beschrieb in seinem Beitrag „Die Darmflora. Ein unterschätzter Partner?“, wie das Mikrobiom mit der Umwelt interagiert und die Gesundheit beeinflusst.

Prof. Andre Franke stellt dem Publikum der Kieler Woche Methoden zur Analyse des Erbgutes vor.


Visite aus Italien im Kieler CCIM

Im Juli haben führende Kliniker des Istituto Clinico Humanitas, angegliedert an die Universität Mailand, das Exzellenzzentrum Entzündungsmedizin (CCIM), Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, am Campus Kiel, besucht. Sie interessierten sich besonders für den klinisch ausgerichteten Teil des Exzellenzclusters. Nach einem Rundgang durch die „Spezialklinik“ mit Professor Stefan Schreiber stellten Cluster-Mitglieder ihre Arbeiten der Delegation vor. Dr. Silvio Danese, der die Abteilung von chronisch-entzündliche Darmerkrankungen am Mailänder Institut leitet, sagte: „Das ist ein einzigartiger Ort in Europa und vielleicht in der ganzen Welt. Ich glaube wirklich, dass hier nicht nur die klinische Stärke über die Disziplinen hinaus, sondern auch die Brücke zur Grundlagenforschung der Entzündungsmedizin gefördert wird.“

Cluster-Retreat für eine nachhaltige Ausrichtung

Anfang August trafen sich rund 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Exzellenzclusters zu einem zweitägigen Retreat in Schleswig, um nachhaltige Fragestellungen für eine zukünftige Langzeitförderung zu erarbeiten. In parallelen Workshops zu folgenden Themen „Molecular Epidemiology - Translation to Clinic“, „Metabolic Inflammation“, „Biomarkers“, „Cellular Health & Adaption to Cellular Stress“, „Infection and Chronicity“,„Allergy, Autoimmunity and Chronic Inflammation“ und „Microbiome as a Therapeutic Target“ präsentierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am ersten Tag ihre Forschungsprojekte. Anschließend diskutierten sie über die zukünftige und nachhaltige Ausrichtung dieser Cluster-Themen.

Die Ergebnisse stellten die Workshopleitungen am zweiten Tag im Plenum vor. Gemeinsam wurde diskutiert, welche Schwerpunkte sich neu formulieren lassen, um langfristig weiter auf einem hohen Niveau zu bestehen. Ein weiteres Thema beim Retreat war auch die Rolle des wissenschaftlichen Nachwuchses im Cluster. Dr. Simone Lipinski vom Institut für Klinische Molekularbiologie in Kiel lieferte in dem Vortrag „Next Generation Research“ einen Überblick über die aktuellen Karrieremöglichkeiten junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. „Wir haben die Weichen für eine zukunftsweisende, nachhaltige Ausrichtung des Clusters gestellt“, sagte Cluster- Sprecher Professor Stefan Schreiber.

 

 

 
 

Cluster-Retreat: Der Leiter des Workshops „Allergy, Autoimmunity and Chronic Inflammation“, Prof. Rudolf Manz, Lübeck, stellt neueste Daten seiner Forschung vor.

DFG-Besuch in Kiel

Zu einem informellen Besuch des Exzellenzcluster kamen am 13. November 2013 Vertreterinnen und Vertreter der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) nach Kiel. Die Besucher, Dr. Amelie Winkler (Programmdirektorin: Gruppe Sonderforschungsbereiche, Forschungszentren, Exzellenzcluster), Dr. Katharina Seiler (Referentin, Gruppe Lebenswissenschaften) und Dr. Andreas Strecker (Programmdirektor, Gruppe Lebenswissenschaften) besichtigten bereits am Vorabend das neu gebaute Zentrum für Molekulare Biowissenschaften (ZMB) in Kiel, in dem auch Arbeitsgruppen des Exzellenzclusters ihre Labore und Büros haben. Wie zuvor auf einer Steering Committee Sitzung beschlossen, präsentierten Vertreterinnen und Vertreter der Cluster-Standorte in Kurzvorträgen die Forschungsschwerpunkte in der zweiten Förderperiode und berichteten über einzelne Projekte sowie erste Ergebnisse. Bei einem Treffen mit Vertretern der beiden Hochschulpräsidien von Kiel und Lübeck sowie dem Direktorium des Forschungszentrums Borstel und einem Vertreter des Max-Planck-Instituts Plön wurden die Chancen und Perspektiven nach Ende der Förderperiode intensiv diskutiert.
Ein wichtiger Punkt auf der Tagesordnung war die Nachwuchsförderung. Während eines gemeinsamen Mittagessens konnten Promovierende sowie Postdocs über ihre Erfahrungen berichten sowie Wünsche und Anregungen anbringen. Die Gäste waren offensichtlich zufrieden. „Es war sehr informativ und inspirierend“, schreibt Dr. Amelie Winkler in einem kurzen Feedback. „Bitte geben Sie meinen Dank auch an die anderen Beteiligten weiter, insbesondere die engagierten Wissenschaftlerinnen, die uns das ZMB gezeigt haben.“

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