Sie sind hier: Startseite / Newsroom / Jahresberichte / 2014 / Vernetzung und Interaktion

Vernetzung und Interaktion

auch über Fächergrenzen

Die erfolgreiche Arbeit im Cluster basiert zum großen Teil auf dem gegenseitigen Austausch und der intensiven Vernetzung der Cluster-Mitglieder untereinander. Der Vernetzungsgedanke wurde während des Cluster-Retreats im Juli nachdrücklich ausgeübt, als die Cluster-Mitglieder gemeinsam mit dem Wissenschaftlichen Beirat (Scientific Advisory Board, SAB) die Workshop-Themen (WS) diskutierten.

Cluster-Retreat in Bad Segeberg

Zum jährlichen Cluster-Retreat kamen im Juli 150 Mitglieder nach Bad Segeberg. Im Vorfeld trafen sich die Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler am 10. Juli zum fachlichen Austausch. An diesem (Post)Doc Retreat nahmen erstmalig auch promovierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler teil (siehe Kapitel 6 ab S. 21).
Am 11. Juli startete der zweitägige Cluster-Retreat. Die Teilnehmenden sprachen über die zukünftigen Fragestellungen und Ausrichtungen der WS und diskutierten gemeinsam mit dem Wissenschaftlichen Beirat die zukünftigen Perspektiven des Clusters.

Wissenschaftlicher Beirat in neuer Zusammensetzung

Der Wissenschaftliche Beirat (Scientific Advisory Board, SAB) ist ein unabhängiges Gremium aus acht international renommierten Wissenschaftlern. Er berät den Vorstand im Hinblick auf neue wissenschaftliche Entwicklungen und Forschungsansätze sowie bei der Vergabe von Projekt- und Investitionsmitteln. Als Leitung des Beirates wurde am 12. Juli Professor Rudi Balling (Luxembourg Centre for Systems Biomedicine) gewählt. Er folgte auf Professor Clemens Sorg, der den Cluster seit 2008 als Vorsitzender begleitete. Dem scheidenden Vorsitzenden des SAB wurde auf der Mitgliederversammlung am 12. Juli die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Der Cluster dankt ihm sehr für seine langjährige engagierte Unterstützung. Aktuelle Mitglieder sind neben Rudi Balling außerdem Per Brandzæg (Oslo, Norwegen), John Parkinson (Laval, Kanada; ab 2015 Spring House, USA), Hans Reiser (Foster City, USA), Richard Blumberg (Boston, USA), Steffen Gay (Zürich, Schweiz), Ulf Müller-Ladner (Bad Nauheim, Deutschland), und Joachim Thiery (Leipzig, Deutschland). Aus dem Gremium ausgeschieden sind Britta Engelhardt und Pillippe Sansonetti.

Kieler Sonderforschungsbereich geht in zweite Runde

Nach einer exzellenten Begutachtung fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) den Sonderforschungsbereich (SFB) 877 „Proteolyse als regulatorisches Ereignis in der Pathophysiologie“ für weitere vier Jahre bis Juni 2018. Über zehn Millionen Euro stellt die DFG dafür zur Verfügung. Der SFB 877 erforscht seit 2010 den Zusammenhang von Proteinspaltungsvorgängen und Krankheitsentstehung. Sprecher dieses SFB ist Cluster- und Vorstandsmitglied Professor Stefan Rose-John.
Proteine sind essentielle zelluläre Bausteine mit vielfältigen strukturellen und regulatorischen Funktionen. Proteinmodifikationen sind wichtige physiologische Steuerungselemente, können aber auch an der Signalweiterleitung in der Zelle oder zwischen verschiedenen Zellen im Körper beteiligt sein. Daher sind Proteinmodifikationen auch für die Entstehung von Krankheiten wie Entzündung, Krebs und dem Absterben von Nervenzellen mitverantwortlich.

Internationaler Interleukin-6-Kongress in Kiel

Vom 14. bis 17. Mai trafen sich in Kiel mehr als 150 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt. Thema der internationalen Konferenz war Interleukin-6, ein Zytokin im menschlichen Körper, das bei Entzündungsvorgängen im Körper vermehrt gebildet wird. Die Blockade von Interleukin-6 wird seit Kurzem zur Behandlung von chronisch entzündlichen Erkrankungen wie Rheumatoider Arthritis genutzt. Organisiert wurde der Kongress vom Biochemiker und Clustermitglied Professor Stefan Rose-John. Er forscht seit mehreren Jahrzehnten an Interleukin 6. Zusammen mit dem japanischen Wissenschaftler Professor Tadamitsu Kishimoto, der in den 1980er Jahren Interleukin-6 entdeckte, organisierte er diese Konferenz. Zahlreiche hochrenommierte Wissenschaftler wie zum Beispiel Professor Michael Karin von der University of California, San Diego (USA) oder Professor Vijay Kuchroo von der Harvard University (USA) folgten der Einladung nach Kiel. Sie sollen zusammen mit Professor Kishimoto zu den meistzitierten Wissenschaftlern der Welt gehören.

Interesse der Politik

Der Besuch des Bundestagsabgeordneten Thomas Stritzl, MdB, und das Treffen der Sprecherinnen und Sprecher von Exzellenzeinrichtungen in Bad Honnef machten deutlich, wie wichtig die Fortführung der Exzellenzinitiative ist.

Besuch aus dem Bundestag

Der Bundestagsabgeordnete Thomas Stritzl, Mitglied im Ausschuss für Gesundheit, besuchte am 23. April den Exzellenzcluster in Kiel. Stationen seines Besuchs waren die Ambulanz des Exzellenzzentrums Entzündungsmedizin sowie das Zentrum Molekulare Biowissenschaften (ZMB) mit Sequenzierplattform und der Biobank popgen. Stritzl zeigte sich tief beeindruckt von der Arbeit vor Ort: „Mein besonderer Dank gilt den Forscherinnen und Forschern. Ihnen ist es zu verdanken, dass die Arbeit des Exzellenzclusters europaweit einmalig ist. Diese gebündelte Expertise trägt zur Sicherung zukunftssicherer Arbeitsplätze bei und holt Investitionen in unser Land.“ Der Geschäftsleitung des Clusters sicherte er auch weiterhin die Unterstützung der Bundesebene für Forschung, Wissenschaft und Bildung zu. „Die Bundesregierung legt in ihren Finanzplänen einen besonderen Schwerpunkt auf die Bereiche Forschung und Entwicklung. Unsere Ziele sind dauerhafte Planungssicherheit, sichere Arbeitsplätze und die Ausbildung von Nachwuchskräften.“

Treffen der Sprecherinnen und Sprecher von Exzellenzeinrichtungen

Vertreterinnen und Vertreter aus rund 100 Exzellenzeinrichtungen trafen sich auf Einladung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Wissenschaftsrates (WR) im Oktober in Bad Honnef. Die Teilnehmenden diskutierten untereinander, sowie im Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern der DFG, des WR und der Politik über Konzepte zur Fortführung der Exzellenzinitiative. Einhellig und eindringlich forderten die Vertreterinnen und Vertreter eine schnelle Grundsatzentscheidung des Bundes und der Länder, dass universitäre Spitzenforschung auch nach dem Ende der zweiten Förderperiode (im Oktober 2017) weiter gefördert werden müsse. Die Exzellenzinitiative habe enorme und vielfältige Impulse für das deutsche Wissenschaftssystem gegeben, die auch nach 2017 gestärkt werden müssten.

Artikelaktionen