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Vorwort

von Professor Stefan Schreiber

Die gute Nachricht kam Ende 2014 aus der Politik. Mit ihrem Grundsatzbeschluss vom 11. Dezember 2014 legen Bund und Länder die Fortsetzung der Exzellenzförderung fest. Die bisher für die Exzellenzinitiative bereitgestellten Mittel sollen mindestens im selben Umfang auch nach 2017 zur Verfügung stehen. Dieses positive Signal kam zur richtigen Zeit. Es gibt noch einmal einen Motivationsschub und schafft Karriere- und Lebens-Perspektiven für die in den Cluster berufenenen jungen exzellenten W1/W2-Professorinnen und Professoren. Sie tragen in hohem Maße zur internationalen Sichtbarkeit der Entzündungsforschung in Schleswig-Holstein bei – durch hochrangige Publikationen und dem erfolgreichen Einwerben von Drittmitteln. Um sie, ihre Expertise und die erfolgreiche Forschung in ihren Arbeitsgruppen am Standort zu halten, müssen nachhaltige Forschungsstrukturen in Schleswig-Holstein etabliert werden. Diese müssen es aufnehmen können mit den hervorragenden Möglichkeiten im Ausland. Nur so haben wir die Chance, den Angeboten ausländischer Einrichtungen an unser Spitzenpersonal - die mit Sicherheit kommen werden - frühzeitig entgegen zu wirken.

Die Fortführung der Förderung ist aber keine Selbstverständlichkeit. Auch in Zukunft werden nur solche Initiativen erfolgreich sein, die exzellente grundlagen- und anwendungsorientierte Spitzenforschung in einem interdisziplinären Rahmen betreiben, die Kooperationen eingehen mit anderen Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen oder der Wirtschaft und die hoch qualifizierte Nachwuchsarbeit leisten. In dieser Hinsicht sind wir inhaltlich auf einem sehr guten Weg. Das bestätigen auch die Gespräche mit unserem Wissenschaftlichen Beirat, etwa bei den jährlichen Retreats.

In engem Austausch mit externem Sachverstand und auf der Grundlage des bereits Erreichten passen wir unser Forschungsprofil an die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen an. So gab es auch in 2014 wieder eine Cluster-interne Projektausschreibung. Gefördert wurden Vorhaben, die ein positives Votum von externen Gutachtern bekamen und zukunftsweisende Fragen gemäß der neuen Forschungsagenda des Clusters verfolgen.

Eine wichtige Säule unserer neuen Ausrichtung ist die gezielte und substanzielle Verstärkung der Bereiche Bioinformatik und Systembiologie. Der Cluster hat sich das Ziel gesetzt individuelle molekulare Signaturen für die Therapieeffizienz zu identifizieren, diese in entsprechend genetisch modifizierten Modellen zu evaluieren und daraus zukünftig individualisierte Therapien zu entwickeln. Dabei wird auch hier das Thema „Big Data“ eine wichtige Rolle spielen. Christoph Kaleta, der im Oktober die Kieler Cluster-Professur für Medizinische Systembiologie übernahm, wird diese Forschung entscheidend vorantreiben. Die Besetzung der Lübecker Professur für Systembiologie steht noch aus. Die Konkurrenz um potenzielle Bewerberinnen und Bewerber ist groß. Das zeigt auch, wie aktuell diese Art der Forschung ist.

Sprecher des Exzellenzclusters

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