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Entzündungsforschung

Zahlen, Daten, Fakten

Der Exzellenzcluster „Inflammation at Interfaces“, ist an den Universitäten Kiel und Lübeck, dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, dem Forschungszentrum Borstel, dem Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön und der Muthesius Kunsthochschule in Kiel verortet.

Am Stichtag 31.12.2014 hatte der Exzellenzcluster insgesamt 307 Mitglieder (s. Abb. 1), davon 199 Vollmitglieder (19,1 % Frauen). 40,2 % der Vollmitglieder waren Klinikerinnen und Kliniker. Außerdem hatte der Cluster 108 assoziierte Mitglieder (59,3 % Frauen), bestehend aus Postdocs und Promovierenden. Neben Promovierenden und (Post)Docs zählen ferner Arbeitsgruppenleitungen sowie W1- und W2-Professorinnen und -Professoren unter 40 Jahren zum wissenschaftlichen Nachwuchs des Clusters (s. Abb. 2). Die FaktenWissenschaftliche Nachwuchs-Gruppe war insgesamt durch 134 Mitglieder (davon 56 % Frauen) vertreten und umfasste neben den 108 assoziierten Mitgliedern auch Vollmitglieder. Weitere Informationen zu den Nachwuchswissenschaftlerinnen und -Wissenschaftlern siehe auch Kapitel „Cluster-Nachwuchs“ (Kapitel: Wissenschaftliche Karriere).

Cluster-Gremien

Exekutivgruppe

Die Cluster-Geschäftsleitung, die Exekutivgruppe (EXG), wurde am 11. November 2014 durch das Steering Committee einstimmig bis zum Ende der Clusterlaufzeit wiedergewählt. Die Geschäftsleitung wird weiterhin durch den Sprecher Professor Stefan Schreiber (CAU) sowie die beiden Stellvertreter Professor Ulrich Schaible (FZB) und Professor Enno Hartmann (UzL) wahrgenommen.

Steering Committee

Der Vorstand, Steering Committee (StC), setzt sich aus der Geschäftsleitung (EXG) sowie führenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aller Cluster-Standorte zusammen, die die einzelnen Forschungsgebiete (Research Areas) und Cluster-Labore repräsentieren. Die 23 Mitglieder des StC haben sich 2014 achtmal getroffen. (Tabelle 1).

Scientific Advisory Board

Der international besetzte Wissenschaftliche Beirat (Scientific Advisory Board, SAB) berät den Cluster-Vorstand in wissenschaftlichen und strategischen Fragestellungen. Folgende Vertreter aus Industrie und Forschung waren 2014 Mitglieder des SAB:

  • Prof. Dr. (em.) Per Brandtzæg, (Oslo, Norwegen)
  • Dr. John Parkinson (Laval, Kanada; ab 2015 Spring House, USA)
  • Dr. Hans Reiser (Foster City, USA)
  • Prof. Dr. Rudi Balling (Belval, Luxemburg)
  • Prof. Dr. Richard Blumberg (Boston, USA)
  • Prof. Dr. Steffen Gay (Zürich, Schweiz)
  • Prof. Dr. Ulf Müller-Ladner (Bad Nauheim, Deutschland)
  • Prof. Dr. Joachim Thiery (Leipzig, Deutschland)
  • Prof. Dr. (em.) Clemens Sorg (Freiburg, Deutschland) war bis Juli 2014 SAB-Vorsitzender. Sein Amt als Vorsitzender übernahm Prof. Dr. Rudi Balling, der am 12.7.2014 gewählt wurde.

Geschäftsstelle

Die Geschäftsstelle des Clusters ist in der Zentralverwaltung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) angesiedelt. Das Team wird von Dr. habil. Susanne Holstein geleitet. Sonja Petermann ist für Projektassistenz und Organisation, Friederike Sünder für Assistenz und Enver Gasimov für den IT-Bereich zuständig. Den Bereich Finanzen/Controlling hatte bis März 2014 Martin Neuhaus inne. Ab April 2014 hat Daniela Suhr diesen Bereich übernommen. Das Team erhielt im März 2014 Verstärkung durch Berit Schütte als Referentin für Gremienangelegenheiten und Koordinatorin Nachwuchsförderung. Dr. Tebke Böschen ist seit Mai 2014 als Volontärin für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Clusters zuständig.

Scientific Impact

Exemplarisch für die Publikationsleistung des Clusters für 2014 wurden die Publikationsleistungen der StC-Mitglieder für den Zeitraum 01.01-31.12.2014 erfasst. Dabei wurden die Publikationen und Konferenzbeiträge nur einfach gewertet, das heißt bei einer Co-Autorschaft mehrerer StC-Mitglieder auf einer Publikation wurde diese nur einmal gewertet. Als Grundlage für die Verteilung der Impact Faktoren der einzelnen Zeitschriften dienten die Journal Citation Reports (2013 Journal Citation Reports® Science Edition (Thomsen Reuters, 2014)).
In dem genannten Zeitraum veröffentlichten die 23 StC Mitglieder 238 Publikationen und 55 Konferenzbeiträge. Die 11 Publikationen mit einem Impact Faktor >20 (high impact) sind in Tab. 2 nach Anzahl und Zeitschrift gelistet. Weitere 17 Arbeiten wurden in Zeitschriften mit einem Impact Faktor zwischen 10-20 publiziert, der größte Anteil der Publikationen (210) wurde in Zeitschriften mit einem Impact Faktor zwischen 0-10 veröffentlicht.

Nachwuchsförderung

Die Nachwuchsförderung ist auch in der zweiten Förderperiode ein erklärtes Ziel des Clusters. 2014 waren 28 Nachwuchswissenschaftler und 29 Nachwuchswissenschaftlerinnen als Postdocs, Arbeitsgruppenleitung, W1/W2-Professorinnen und -Professoren 1unter 40 Jahren, sowie 77 Promovierende im Cluster als Mitglieder verzeichnet (Abb. 1, 2). Als ein neuer Schwerpunkt in der Cluster-Nachwuchsförderung wurde das Programm I@I Support etabliert, welches (Post)Docs in besonderen familiären Lebensumständen unterstützt (siehe auch Kapitel „Nachwuchsförderung“ S. 21–23).
Im Vorfeld des Cluster-Retreats fand 2014 erstmals ein kombinierter (Post)Doc-Retreat statt, der nicht nur Promovierenden sondern auch Postdocs offenstand. An diesem Treffen nahmen 24 Nachwuchswissenschaftlerinnen und 18 Nachwuchswissenschaftler teil.
Promovierende und Postdocs wurden ferner auf vielfältige Weise finanziell gefördert. So wurden achtmal Reisekostenzuschüsse für die Teilnahme an internationalen Kongressen durch Promovierende und Postdocs sowie zweimal Weiterbildungskosten durch Promovierende in Anspruch genommen.

Veranstaltungen 2014 (siehe auch S. 11–13)

23.04. Besuch des Bundestagsabgeordneten Thomas Stritzl, MdB
10.07. (Post)Doc-Retreat
11.–12.07. Cluster-Retreat
12.07. Mitgliederversammlung
07.–09.10. Treffen der Sprecherinnen und Sprecher von Exzellenzeinrichtungen 2014/DFG
08.–10.10. Summer School

Kosten und Investitionen

Die Ausgaben beziehen sich auf einen durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gewährten 12-Monats-Haushalt (01.01.2014 - 31.12.2014). Die Projektmittel für das Haushaltsjahr 2014 umfassten insgesamt 6.013.400 Euro und sind damit in vergleichbarer Höhe zum Vorjahr. Das zurückliegende Haushaltsjahr konnte, vorbehaltlich der Abschlussprüfung durch die DFG, ausgeglichen werden. Die Verteilung der Projektfördermittel (Abb. 3) zeigt eine antragskonforme Verwendung. Aus Bedarfsgründen wurden die Folgeinvestitionen für das Jahr 2015 vorgezogen.
Wie im Jahr zuvor, verteilten sich auch 2014 die Projektfördermittel auf die Cluster-Labore, die erste Cluster-interne Ausschreibung und die Zentralen Ausgaben.
Während die Ausgaben für die Cluster-Labore (um 11,6 Prozent) und für die erste Cluster-interne Projektausschreibung (um 23,3%) höher ausfielen als im Jahr 2013, nahmen die Zentralen Ausgaben deutlich ab (um 60,6%). Der Anstieg der Ausgaben für die Cluster-Labore ist insbesondere auf gestiegene Personalausgaben und Investitionen zurückzuführen. Bei der ersten Cluster-internen Ausschreibung wurden ab 2014 auch die drei noch ausstehenden Projekte und somit alle 15 bewilligten Projekte gefördert. Die deutliche Reduktion der Zentralen Ausgaben ist hauptsächlich auf eine Reduzierung in den Ausgaben für Investitionsmittel im Bereich Data Management und Stipendien zurückzuführen.
In Zahlen machten die sieben Cluster-Labore mit 3.894.755 Euro (64,8 %) den größten Anteil an den Gesamtausgaben aus, gefolgt von der ersten Cluster-internen Projektausschreibung mit 1.512.760 Euro (25,2 %) und den zentralen Ausgaben mit 605.885 Euro (10,1 %).

Cluster-Labore - Projektfördermittel

Im Vergleich zu 2013 sind die Projektfördermittel für die Cluster-Labore (Abb. 4a) um knapp 12 % gestiegen. Dabei haben sich im Vergleich zum Vorjahr die Investitionskosten beinahe verdoppelt (Anstieg 92,5%) während die Personalkosten nur leicht gestiegen sind (um 15,8%); dem gegenüber ist der Anteil der Sachmittel erheblich zurückgegangen (um 42,7%).
In 2014 teilten sich die Kosten aller Cluster-Labore etwa hälftig zwischen den Personal- und Investitionsmitteln auf. Letztere sind insbesondere durch die Anschaffung eines Sequenziergerätes und Backend Servers zu erklären.
In Zahlen: die sieben Cluster-Labore verbrauchten den Großteil der Mittel im Personalbereich mit 1.908.769 Euro (49,0 %), darin enthalten sind zwei RISE-Stipendien in Höhe von insgesamt 3.900 Euro.
Die Investitionen, unter anderem für die Anschaffung eines „Illumina“ Sequenziers und den Backend-Server-Erweiterungen, bildeten mit 1.746.104 Euro (44,8 %) den zweitgrößten Posten. Mit 239.881 Euro (6,2%) bildeten die Sachmittel den kleinsten Posten; sie enthielten neben den Verbrauchsmaterialien unter anderem auch Kosten für Kleingeräte, Reisekosten oder Versuchstiere.

Zentrale Ausgaben - Projektfördermittel

Die Zentralen Ausgaben (Abb. 4b) erhielten deutlich weniger Förderung als im Vorjahr (nur noch 60,6%). Die Kosten für das Datamanagement reduzierten sich erheblich im Vergleich zu 2013 (um ca. 90%). Die Kosten für Stipendien sanken 2014 noch etwas stärker und zwar um gut 92% Die in der ersten Förderperiode vergebenen Stipendien wurden, um den Abschluss der Promotionsarbeiten zu ermöglichen, in die zweite Förderphase überführt.
In Zahlen: die Personalkosten haben im Vergleich zum Vorjahr um 28,5% zugenommen und machen somit den größten Posten der Zentralen Ausgaben aus (53,8%). Gründe dafür waren vor allem die Besetzung der Professur für Medizinische Systembiologie in Kiel ab Oktober 2014 sowie die Besetzung der neu geschaffenen Referentenstelle in der Cluster-Geschäftsstelle ab März 2014. Die sonstigen Kosten (School of Inflammation, Public Outreach, Visiting Professors, Travel & Meetings, Cluster-Lectures) machten den zweitgrößten Posten aus (194.466 Euro, 32,10 %). Das Datamanagement stellte mit 69.400 Euro den drittgrößten Posten innerhalb der Zentralen Ausgaben dar und machte nur noch ca. 11,5 % aus, da der Großteil der Geräte bereits 2013 angeschafft wurde, so dass 2014 nur noch Erweiterungen erforderlich waren.
Das bis September 2014 geförderte Stipendium in Höhe von 16.250 Euro machte den geringsten Anteil von 2,7 % an den Zentralen Ausgaben aus. Der Anteil der Kosten für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle betrug 5,24 % der gesamt bewilligten Projektmittel 2014.

Cluster-interne Projektausschreibung – Projektfördermittel

Die Cluster-interne Projektausschreibung (Abb. 4c) erhielt 2014 23,3% mehr Unterstützung als im Jahr 2013. Dies ist vor allem durch die Förderung aller bewilligten 15 Projekte bedingt (2013 wurden zunächst nur 12 Projekte gefördert, die ausstehenden drei Projekte erst ab Januar 2014). In 2014 wurden aber erheblich weniger Investitionskosten getätigt (33,3%), dafür stiegen die Personalkosten um 62,1% an. Die Sachmittel sind betragsmäßig vergleichbar zum Vorjahr geblieben.
In Zahlen: für die 15 Cluster-internen Projekte wurden Projektmittel in Höhe von 1.512.760 Euro im Haushaltsjahr 2014 verausgabt. Der größte Anteil entfiel auf Personalkosten(68,8 %), gefolgt von Sachmitteln (29,5 %) und Investitionsmitteln mit 1,7 % (Abb. 4c).

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