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Zahlen, Daten, Fakten

Entzündungsforschung

Der Exzellenzcluster „Inflammation at Interfaces“ wird seit 2007 durch die Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gefördert. Die mehr als 300 Clustermitglieder an den Universitäten Kiel und Lübeck, dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, dem Forschungszentrum Borstel – Leibniz-Zentrum für Medizin und Biowissenschaften, dem Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön und der Muthesius Kunsthochschule in Kiel forschen in einem innovativen, systemischen Ansatz an dem Phänomen Entzündung, das alle Barriereorgane wie Darm, Lunge und Haut befallen kann.

Zum Stichtag 31.12.2015 hatte der Exzellenzcluster insgesamt 329 Mitglieder (siehe Abb. 1), davon 183 Vollmitglieder (davon 40 Frauen, 21,9%) und 146 assoziierte Mitglieder (davon 93 Frauen, 63,7%). Der Anteil der klinisch tätigen Vollmitglieder betrug 29,5%. Der wissenschaftliche Nachwuchs (s. Abb. 2) unterteilt sich in Promovierende, Postdocs, Arbeitsgruppenleiterinnen und -leiter und W1- und W2-Professuren unter 40 Jahren. Diese Gruppe ist durch 169 Mitglieder (davon 101 Frauen, 59,8%) vertreten und setzt sich aus Vollmitgliedern und assoziierten Mitgliedern zusammen. Weitere Informationen zu den Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern siehe auch Kapitel „Fördern und fordern“ ab S. 17.

Cluster-Gremien

Executive Group

Die Geschäftsleitung des Clusters, die Executive Group (EXG), umfasst den Sprecher, Professor Stefan Schreiber (CAU), und die beiden Stellvertreter Professor Ulrich Schaible (FZB) und Professor Enno Hartmann (UzL).

Steering Committee

Der Vorstand, Steering Committee (StC), setzt sich aus der Geschäftsleitung (EXG) sowie führenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aller Cluster-Standorte zusammen, die die einzelnen Forschungsgebiete (Research Areas, RA) und Cluster-Labore (CL) repräsentieren. Zum StC gehörten 2015 24 Principal Investigators (PI), siehe Tab 1.

Research Areas (RA) / Cluster-Labore (CL)Principal Investigator (PI)
RA I         Genetische und phänotypische Architektur von inflammatorischen Barriereerkrankungen    Andre Franke, Jeanette Erdmann
RA II Somatische und epigenetische Faktoren der Zellentwicklung Ole Ammerpohl, Franz-Josef Müller
RA III Lipidmembrane und Zellgesundheit Ulrich Schaible, Stefan Schütze
RA IV Zelluläre Immunregulation Rudolf Manz, Stefan Rose-John
RA V Umweltexposition von Barrieren: Mikrobiom, Virom und Schleimhäute John Baines, Hinrich Schulenburg
RA VI Umsetzung in die individuelle Patientenversorgung Stefan Schreiber, Matthias Laudes
CL VII Immunphänotypisierung Dieter Kabelitz, Detlef Zillikens
CL VIII Nukleotidlabor Philip Rosenstiel, Thomas Bosch
CL IX Theoretische Biologie Christoph Kaleta, Saleh Ibrahim (kommissarisch)
CL X Dynamik molekularer Interaktionen Andreas Tholey, Thomas Gutsmann
CL XI Epidemiologie Wolfgang Lieb, Stefan Weidinger
CL XII Mausmodellsysteme von Entzündungen Jörg Köhl, Paul Saftig
CL XIII                    Entzündungskliniken in Kiel und Lübeck (Comprehensive Center for Inflammation Medicine, CCIM) Stefan Schreiber, Detlef Zillikens

 Tabelle 1: Mitglieder des Steering Committees im Jahr 2015

Scientific Advisory Board

Der international besetzte Wissenschaftliche Beirat (Scientific Advisory Board, SAB) berät den Cluster-Vorstand in wissenschaftlichen und strategischen Fragestellungen. Folgende Ver-treter aus Industrie und Forschung waren 2015 Mitglied des SAB: Prof. Dr. Rudi Balling (Luxemburg), Prof. Dr. Richard Blumberg (Boston, USA), Prof. em. Dr Per Brandtzæg (Oslo, Norwegen), Prof. Dr. Steffen Gay (Zürich, Schweiz), Prof. Dr. Ulf Müller-Ladner (Bad Nauheim, Deutschland), Dr. John Parkinson (Laval, Quebec, Kanada), Dr. Hans Reiser (Foster City, CA, USA) und Prof. Dr. Joachim Thiery (Leipzig, Deutschland). Den Vorsitz des SAB hat seit Juli 2014 Prof. Dr. Rudi Balling inne.

Geschäftsstelle

Die Geschäftsstelle des Clusters ist in der Zentralverwaltung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel angesiedelt. Leiterin der Geschäftsstelle ist Dr. habil. Susanne Holstein. Weitere Team-Mitglieder sind: Sonja Petermann (Projektassistenz/Organisation), Friederike Sünder (Assistenz), Enver Gasimov (IT), Daniela Suhr (Finanzen/Controlling), Berit Schütte (Referentin, Nachwuchsförderung, Gremienangelegenheiten) und Dr. Tebke Böschen (Volontärin, Presse und Kommunikation).

Scientific Impact

Exemplarisch für die Publikationsleistung des Clusters für 2015 wurden die Publikationsleistungen der aktuellen StC-Mitglieder für den Zeitraum 01.01.-31.12.2015 erfasst. Dabei wurden die Publikationen und Konferenzbeiträge nur einfach gewertet, das heißt bei einer Co-Autorschaft mehrerer StC-Mitglieder auf einer Publikation wurde diese nur einmal gewertet. Als Grundlage für die Verteilung der Impact Faktoren der einzelnen Zeitschriften diente der Journal Citation Report (2014 Journal Citation Reports® Science Edition (Thomsen Reuters, 2016)). In dem oben genannten Zeitraum wurden 359 Veröffentlichungen gezählt, darunter 280 Publikationen und 79 Konferenzbeiträge. Die 19 high impact Publikationen (Impact Factor >20) sind in Tab. 2 nach Anzahl und Zeitschrift gelistet. 47 Arbeiten wurden in Zeitschriften mit einem Impact Factor zwischen 10-20 publiziert und der größte Anteil der Publikationen (283) wurde in Zeitschriften mit einem Impact Factor über 0 bis 10 veröffentlicht. Zehn Artikel wurden in Zeitschriften veröffentlicht, die keinen Impact Factor haben.

Nachwuchsförderung

Die Nachwuchsförderung ist auch in der zweiten Förderperiode ein erklärtes Ziel des Clusters. Hierfür wurden verschiedene Maßnahmen etabliert. Ein Schwerpunkt ist das I@I Mentoring. In diesem Programm unterstützt eine erfahrene Professorin oder ein Professor den Mentee und fördert damit die persönliche und akademische Entwicklung des Young Scientist. Unterstützung für die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gibt es außerdem bei besonderen familiären Lebensumständen. S. 17 ff. Wie im vergangenen Jahr fand auch 2015 im Vorfeld des Cluster-Retreats ein Treffen von Postdocs, Doktorandinnen und Doktoranden statt. 25 Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler nutzten die Gelegenheit zum fachlichen und persönlichen Austausch beim (Post)Doc Retreat in Bad Segeberg. Außerdem wurden Promovierende und Postdocs auf vielfältige Weise finanziell gefördert. So wurden achtmal Reisekostenzuschüsse für die Teilnahme an internationalen Kongressen durch Promovierende und Postdocs sowie einmal Weiterbildungskosten in Anspruch genommen. Zu den weiteren Fördermaßnahmen zählen unter anderem Cluster-interne Fort- und Weiterbildungsangebote wie zum Beispiel Workshops zu den Themen „Presentation and communication skills“ und „Moderation“ beim (Post)Doc-Retreat oder die Summer School im Strandhotel „Weißenhäuser Strand“.

Veranstaltungen 2015 (siehe auch S. 9–12)

Projektfördermittel

Die Ausgaben beziehen sich auf einen durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gewährten 12-Monats-Haushalt (01.01.2015 – 31.12.2015). Die bewilligten Projektmittel für das Haushaltsjahr 2015 umfassten insgesamt 6.423.686 Euro und sind damit geringfügig höher als im Vorjahr. Das zurückliegende Haushaltsjahr konnte, vorbehaltlich der Abschlussprüfung durch die DFG, nahezu ausgeglichen werden. Die Verteilung der Projektfördermittel (Abb. 3) zeigt eine antragskonforme Verwendung. Bezogen auf die Gesamtausgaben sanken im Vergleich zum Vorjahr die Ausgaben für die Cluster-Labore um 15,8%, während sich die Gesamtausgaben für die erste und zweite Cluster-interne Projektausschreibung um 15,3% erhöhten. Die Reduzierung der Ausgaben für die Cluster-Labore ist insbesondere auf die gesunkenen Investitionsausgaben zurückzuführen. Die Ausgaben für die Cluster-internen Ausschreibungen umfassen alle bewilligten Projekte der ersten und zweiten Cluster-internen Ausschreibung. Das Volumen beider Cluster-internen Projektausschreibungen betrug 2.665.333 Euro. Das entspricht 41,5 % vom gesamten Projektvolumen. Die zentralen Ausgaben sind im Verhältnis zu den Gesamtausgaben um 0,7% gesunken. Innerhalb der zentralen Ausgaben sind die Investitionsmittel im Bereich Data Management um 85% gestiegen und die für (DAAD/Rise-)Stipendien im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken (29,8%). Den größten Anteil an den Gesamtausgaben machten die Cluster-Labore mit 3.080.102 Euro (48,0%) aus. Auf die erste und zweite Cluster-interne Projektausschreibung entfielen insgesamt 2.665.333 Euro (41,5%). Die zentralen Ausgaben beliefen sich auf 598.667 Euro (9,3 %) und die Förderung von elf Miniproposals auf 79.584 Euro (1,2%).

Cluster-Labore

Die sieben Cluster-Labore (Abb. 4a ) verbrauchten den Großteil ihrer Gesamtmittel in Höhe von 3.080.102 Euro im Personalbereich mit 2.256.859 Euro (73,3%). Die Investitionen, unter anderem für Backend-Server-Erweiterungen und Investitionen des Cluster-Labors IX (Theoretischen Biologie), bildeten mit 525.902 Euro (17,1%) den zweitgrößten Posten. Die Sachmittel beliefen sich auf 297.341 Euro (9,7%). Sie enthielten neben Verbrauchsmaterialien unter anderem auch Kosten für Kleingeräte, Reisekosten oder Versuchstiere. Im Vergleich zu 2014 sanken die Investitionskosten um knapp 70%. Die Personalkosten stiegen um 20,1% an, die Kosten für Sachmittel um 24%.

Zentrale Ausgaben

Die zentralen Ausgaben (Abb. 4b) erhielten mit 598.667 Euro annähernd die gleiche Förderung wie im Vorjahr und machten einen Anteil in Höhe von 9,3% der Gesamtausgaben aus. Die Kosten für das Datamanagement waren im Vergleich zum Vorjahr mit einem Anstieg von 85,6% nahezu doppelt so hoch. Aus zentralen Mitteln wurden in 2015 die DAAD/Rise-Stipendien gefördert die einen Anteil an den zentralen Ausgaben in Höhe von 0,8% ausmachten. Die Personalkosten haben im Vergleich zum Vorjahr um 6,1% zugenommen und machen mit 358.470 Euro den größten Posten der zentralen Ausgaben aus (59,9%). Das Datamanagement mit 128.804 Euro machte den zweitgrößten Posten aus (21,5 %) und die sonstigen Kosten (School of Inflammation, Public Outreach, Travel & Meetings, Cluster-Lectures) stellte mit 106.553 Euro (17,8%) den drittgrößten Posten innerhalb der Zentralen Ausgaben dar. Der Anteil der Kosten für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle betrug – vergleichbar zum Vorjahr – 5,6% der gesamt bewilligten Projektmittel 2015.

Cluster-interne Projektausschreibungen

Für die insgesamt 2 1 Projekte beider Cluster-internen Ausschreibungen (erster und zweiter Call) wurden Projektmittel in Höhe von 2.665.333 Euro im Haushaltsjahr 2015 verausgabt. Der größte Anteil entfiel auf Personalkosten (65,4%), gefolgt von Sachmitteln (32,8%) und Investitionsmitteln mit 1,9% (s. Abb. 4c). Auf die 15 Projekte des ersten Calls entfielen 1.587.240 Euro (59,6%) und auf die 6 Projekte des zweiten Calls 1.078.093 Euro (40,4%). Bei den Projekten aus dem ersten Call (s. Abb. 4d) waren die Ausgaben wie folgt aufgeteilt: Personal 1.049.587 Euro (66,1%), Sachmittel 526.254 Euro (33,2%) und Investitionen 11.399 Euro (0,7%). Die Ausgaben der sechs Projekte aus dem zweiten Call (s. Abb. 4e) umfassten insgesamt 692.672 Euro (64,2%) für Personal, 346.756 Euro (32,2%) für Sachmittel und 38.665 Euro (3,6%) für Investitionen (s. Abb. 4e).

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