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Entzündungsforschung

Zahlen, Daten, Fakten

Der Exzellenzcluster „Inflammation at Interfaces“ wird seit 2007 durch die Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gefördert. Die mehr als 300 Clustermitglieder an den vier Standorten in den Universitäten Kiel und Lübeck, dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, im Leibniz-Zentrum für Medizin und Biowissenschaften (Forschungszentrum Borstel), im Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön und in der Muthesius Kunsthochschule Kiel forschen in einem innovativen, systemischen Ansatz an dem Phänomen Entzündung, das alle Barriereorgane wie Darm, Lunge und Haut befallen kann.

Zum Stichtag 31.12.2016 hatte der Cluster insgesamt 318 Mitglieder (siehe Abb. 1), darunter 182 Vollmitglieder (davon 29 Frauen, 22,5%) und 136 assoziierte Mitglieder (davon 82 Frauen, 60,3%). Der Anteil der klinisch tätigen Vollmitglieder betrug 30,8%.
Der wissenschaftliche Nachwuchs unter 40 Jahren (s. Abb. 2) unterteilt sich in Promovierende, Postdocs, Arbeitsgruppenleitungen sowie W1- und W2-Professuren. Diese Gruppe ist durch 138 Mitglieder (davon 78 Frauen, 56,6%) vertreten und setzt sich aus Vollmitgliedern und assoziierten Mitgliedern zusammen.

Cluster-Gremien

Executive Group

Der geschäftsführende Vorstand des Clusters (Executive Group, EXG), umfasst den Sprecher, Professor Stefan Schreiber (CAU), und die beiden gleichberechtigten Stellvertreter Professor Ulrich Schaible (FZB) und Professor Enno Hartmann (UzL).

Steering Committee

Der Vorstand, Steering Committee (StC), setzt sich aus der EXG, sowie führenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aller Cluster-Standorte zusammen, die die einzelnen Forschungsgebiete (Research Areas, RA) und Cluster-Labore (CL) repräsentieren. Zum StC gehörten 2016 insgesamt 25 Personen (Principal Investigators, PI).

Scientific Advisory Board

Der international besetzte Wissenschaftliche Beirat (Scientific Advisory Board, SAB) berät den Cluster-Vorstand in wissenschaftlichen und strategischen Fragestellungen. Folgende Vertreter aus Industrie und Forschung waren 2016 Mitglied des SAB: Prof. Dr. Rudi Balling (Luxemburg), Prof. Dr. Richard Blumberg (Boston, MA, USA), Prof. Dr. Per Brandtzæg (Oslo, Norwegen; verstorben im September), Prof. Dr. Steffen Gay (Zürich, Schweiz), Prof. Dr. Ulf Müller-Ladner (Bad Nauheim, Deutschland), Dr. John Parkinson (Laval, Quebec, Kanada), Dr. Hans Reiser (Foster City, CA, USA) und Prof. Dr. Joachim Thiery (Leipzig, Deutschland). Vorsitzender des SAB ist seit Juli 2014 Prof. Dr. Rudi Balling.

Geschäftsstelle

Die Geschäftsstelle des Clusters ist in der Abteilung „Forschung, IT und strategische Innovation“ der Zentralverwaltung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel angesiedelt. Leiterin der Geschäftsstelle ist Dr. habil. Susanne Holstein. Weitere Team-Mitglieder sind: Sonja Petermann (Projektassistenz/ Organisation), Friederike Sünder (Assistenz), Enver Gasimov (IT), Daniela Suhr (Finanzen/Controlling), Berit Schütte (Referentin, Nachwuchsförderung, Gremienangelegenheiten bis Juli 2016) und Dr. Tebke Böschen (Presse und Kommunikation).

Scientific Impact

Exemplarisch für die Publikationsleistung des Clusters für 2016 wurden die Publikationsleistungen der 25 StC-Mitglieder für den Zeitraum 01.01.-31.12.2016 erfasst. Dabei wurden die Publikationen nur einfach gewertet, das heißt bei einer Co-Autorschaft mehrerer StC-Mitglieder auf einer Publikation wurde diese nur einmal gewertet. Als Grundlage für die Verteilung der Impact Faktoren der einzelnen Zeitschriften diente der Journal Citation Report (2015 Journal Citation Reports® Science Edition, Thomson Reuters, 2017).
Im oben genannten Zeitraum wurden 267 Publikationen gezählt. Die 19 high impact Publikationen (Impact Faktor >20) sind in Tab. 2 nach Anzahl und Zeitschrift gelistet. 33 Arbeiten wurden in Zeitschriften mit einem Impact Faktor zwischen 10-20 publiziert. Der größte Anteil der Publikationen (215) wurde in Zeitschriften mit einem Impact Faktor zwischen 0 und 10 veröffentlicht, beziehungsweise in Zeitschriften, die keinen Impact Faktor haben.

Nachwuchsförderung

Die Nachwuchsförderung ist auch in der zweiten Förderperiode weiterhin ein erklärtes Ziel des Clusters. Im Rahmen des Dorothea-Erxleben-Programms wurden verschiedene Maßnahmen etabliert. Ein Schwerpunkt stellt das I@I Mentoring dar. In diesem Programm unterstützt eine erfahrene/r Professorin oder ein Professor (Mentorin/Mentor) die/den Mentee und fördert damit die persönliche und akademische Entwicklung des Young Scientist. Unterstützung für die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gibt es außerdem bei besonderen familiären Lebensumständen.
Im Vorfeld des Cluster-Retreats fand 2016 eine Summer School statt, bei der sich Postdocs, Doktorandinnen und Doktoranden trafen. (Siehe auch Kapitel „Wissen teilen“ ab S. 16.) 30 Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler nutzten die Gelegenheit zum fachlichen und persönlichen Austausch in Timmendorfer Strand.
Außerdem wurden Promovierende und Postdocs auf vielfältige Weise finanziell gefördert. So wurden neunmal Reisekostenzuschüsse für die Teilnahme an internationalen Kongressen durch Promovierende und Postdocs, sowie einmal Weiterbildungskosten in Anspruch genommen. Außerdem besuchte ein Nachwuchswissenschaftler aus Südkorea den Cluster um sich mit Mitgliedern wissenschaftlich auszutauschen. Zu den weiteren Fördermaßnahmen zählen unter anderem Cluster-interne Fort- und Weiterbildungsangebote wie zum Beispiel Workshops zu den Themen „Becoming a successful leader or what you need to be in lead!“ oder „Gute wissenschaftliche Praxis“ bei der Summer School in Timmendorfer Strand.

Wichtige Termine 2016 (siehe auch S. 9–11)

Projektfördermittel

Die Ausgaben beziehen sich auf einen durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gewährten 12-Monats-Haushalt (01.01.2016 – 31.12.2016). Die verausgabten Projektmittel für das Haushaltsjahr 2016 umfassten insgesamt 5.668.302 Euro. Sie sind damit um 12% niedriger als im Vorjahr. Das zurückliegende Haushaltsjahr konnte, vorbehaltlich der Abschlussprüfung durch die DFG, nahezu ausgeglichen werden. Abbildung 3 zeigt die antragskonforme Verwendung der Projektfördermittel 2016.
Im Jahr 2016 betrug der Ausgabenanteil der Cluster-Labore an den Gesamtausgaben 49,2% (2.790.905 Euro) und war damit 1,2% höher als im Vorjahr.
Die Zentralen Ausgaben betrugen insgesamt 851.101 Euro und hatten damit einen Anteil von 15% an den Gesamtausgaben. Im Verhältnis zum Vorjahr stiegen die Zentralen Ausgaben um 5,6%. Gestiegene Personalkosten sowie Ergänzungsbeschaffungen für das Datamanagement verursachten den Kostenanstieg in 2016. Innerhalb der Zentralen Ausgaben stiegen die Ausgaben im Bereich Data Management um 11,7% und die Ausgaben für (DAAD/Rise-) Stipendien sanken im Vergleich zum Vorjahr um 0,6%.
Die Ausgaben für die erste und zweite Cluster-interne Projektausschreibung reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr um 8,2% bezogen auf die Gesamtausgaben. Die Ausgaben für die Cluster-internen Ausschreibungen umfassten 20 der 21 bewilligten Projekte; ein Projekt wurde bereits 2015 abgeschlossen Das Volumen der 20 Cluster-internen Projekte betrug 2016 zusammen 1.882.568 Euro. Das entspricht 33,2% des gesamten Projektvolumens 2016. 11 Miniproposals wurden mit 143.728 Euro gefördert. Dies entsprach einem Anteil von 2,5% an den Gesamtausgaben. Im Vergleich zu 2015 verdoppelten sich die Ausgaben für die Miniproposals nahezu.

Cluster-Labore

Die sieben Cluster-Labore (Abb. 4a) verbrauchten den Großteil ihrer Gesamtmittel (2.790.905 Euro) im Personalbereich mit 2.310.430 Euro (82,7%). Die Sachmittel beliefen sich auf 450.975 Euro (16,2 %) und bildeten den zweitgrößten Posten. Sie enthielten neben Verbrauchsmaterialien unter anderem auch Kosten für Kleingeräte, Reisekosten und Versuchstiere. Die Investitionen wurden für Mäuse-Stammlinien getätigt und bildeten mit 29.500 Euro (1%) den kleinsten Posten.
Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Investitionsausgaben der Cluster-Labore deutlich. Im Vorjahr lag der Anteil verglichen mit den Gesamtausgaben bei rund 17%, 2016 betrug dieser Anteil nur noch rund 1%. Hingegen lagen die Personalausgaben um 9,5% höher als im Vorjahr. Auch die Ausgaben für Sachmittel stiegen, und zwar um 6,5%, und hatten nun einen Anteil von 16,2% am Gesamtbudget der Cluster-Labore.

Zentrale Ausgaben

Die Zentralen Ausgaben (Abb. 4b) betrugen 851.101 Euro und machten einen Anteil in Höhe von 15,1% an den Gesamtausgaben aus. Damit lagen sie um 5,8% höher als im Vorjahr bezogen auf die Gesamtausgaben. Die Kosten für das Datamanagement haben sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt und liegen nun bei 33,2%.

Die Personalkosten sanken im Vergleich zum Vorjahr um 20,4% und machen mit 337.843 Euro den größten Posten der Zentralen Ausgaben aus (39,6%). Zweitgrößter Posten (33,3%) war das Datamanagement mit 282.392 Euro. Die Sonstigen Kosten (School of Inflammation, Public Outreach, Travel & Meetings, Cluster-Lectures) stellten mit 228.916 Euro (26,9%) den drittgrößten Posten innerhalb der Zentralen Ausgaben dar.

Der Anteil der Kosten für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle betrug – vergleichbar zum Vorjahr – 5,9% der gesamt verausgabten Projektmittel 2016.

Cluster-interne Projektausschreibungen

Für die insgesamt 20 Projekte der beiden Cluster-internen Ausschreibungen (erster und zweiter Call) wurden Projektmittel in Höhe von 1.882.568 Euro im Haushaltsjahr 2016 verausgabt. Der größte Anteil entfiel auf Personalausgaben (64,9%), gefolgt von Ausgaben für Sachmittel (34,2%) und Investitionsmittel mit 0,9% (s. Abb. 4c).

Auf die 14 Projekte des ersten Calls entfielen 768.218 Euro (40,8%) und auf die 6 Projekte des zweiten Calls 1.114.350 Euro (59,2%).

Die Mittel für die Projekte aus der ersten Cluster-internen Ausschreibung verteilten sich wie folgt (s. Abb. 4d): Personal 509.527 Euro (66,3%), Sachmittel 242.391 Euro (31,6%) und Investitionen 16.300 Euro (2,1%).

Die Ausgaben für die sechs Projekte aus der zweiten Cluster-internen Ausschreibung (s. Abb. 4e) umfassten insgesamt 1.114.350 Euro. Diese verteilten sich wie folgt: 712.575 Euro (63,9%) für Personal sowie 401.775 Euro (36,1%) für Sachmittel. Investitionen wurden 2016 nicht getätigt.

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