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Graduiertenkollegs

Qualitätsvorsprung für junge Talente

Mit vier Graduiertenkollegs und einer Graduiertenschule bietet der Cluster herausragenden Doktorandinnen und Doktoranden ein optimales Forschungsumfeld. Sie profitieren von dem begleitenden Studienprogramm und der exzellenten Betreuung, haben vielfältige Möglichkeiten zu Zusammenarbeit und interdisziplinärem Austausch und schmieden Kontakte für die zukünftige Laufbahn.

 

GRK 1727: Modulation of Autoimmunity

Inzidenz und Prävalenz von Autoimmunerkrankungen nehmen zu. Trotz neuer Erkenntnisse zur Pathogenese steht die unspezifische systemische Immunsuppression nach wie vor im Vordergrund. Diese Behandlung kann jedoch mit erheblicher Morbidität und Mortalität einhergehen. Die erfolgreiche Umsetzung von Erkenntnissen der Grundlagenforschung in innovative Therapien bleibt daher eine zentrale, weiterhin ungelöste Herausforderung klinisch relevanter Autoimmunitätsforschung. Das von der DFG seit 2011 geförderte Graduiertenkolleg „Modulation der Autoimmunität“ (GRK 1727) verfolgt diesen translationalen Ansatz.

Interdisziplinäre Forschungen

Die Projekte des Forschungsprogramms haben sich aus einem durch die Universität zu Lübeck (UzL) von 2006 bis 2011 geförderten Schwerpunktprogramm zur Autoimmunität entwickelt und stärken den Forschungsschwerpunkt Infektion und Entzündung der UzL. Außerdem hat des GRK maßgeblich zur Gründung der Graduiertenschule Lübeck beigetragen. Wissenschaftliche Kernbereiche der GRK konnten durch die Gründung des Lübecker Institutes für Experimentelle Dermatologie zusammengeführt werden. In der 2015 begonnenen zweiten Förderperiode wurde die zentrale, interdisziplinäre Forschungsidee noch stärker fokussiert, und zwar auf Modulation der Mechanismen, die zur Initiierung einer Autoimmunantwort führen. Die Projekte gliedern sich weiterhin in die Bereich:

  • Entwicklung innovativer therapeutischer Strategien zur Behandlung etablierter Autoimmunerkrankungen
  • Identifikation neuer therapeutischer Targets.

Die Breite des eingesetzten Methodenspektrums dient gleichzeitig als Ausbildungsprogramm für die Doktorandinnen und Doktoranden. Hinzu kommt ein zentrales Qualifizierungs- und Betreuungskonzept mit klar definierten Ausbildungsmodulen. Dieses Konzept umfasst ein Kolleg-spezifisches wissenschaftliches Seminar und ein Mentoringprogramm. Die Ausbildungsmodule konzentrieren sich auf GRK-spezifische Themen, während die Vermittlung allgemeiner Schlüsselqualifikationen durch das Kursangebot der Graduiertenschule Lübeck erfolgt.

Im Juni 2017 veranstaltete die UzL ihre jährliche Veranstaltung „Uni im Dialog“, bei der Studierende sowie junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Projekte anderen Studierenden und der Öffentlichkeit vorstellten. Das GRK 1727 war hier ebenfalls vertreten. Doktorandin Fenguyang Deng gewann einen Posterpreis für ihre Präsentation «Der Beitrag von IL-17A und IL-17F in der experimentellen Epidermolysis bullosa acquisita“.

Coaching und Karriereplanung

Gemeinsam mit anderen Graduiertenkollegs organisiert das GRK 1727 Workshops zu den Themen Coaching für Wissenschaftlerinnen, Karriereplanung und Bewerbungstraining. Zusätzlich organisieren sie die Reihe „Gender Equality Seminar Series“ mit weiblichen Gastrednern, die über ihre Karrierewege und Karrieremöglichkeiten für weibliche Wissenschaftler sprechen. In der „Distinguished Lecturer Series“ stellen national und international renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Forschung im Themengebiet des GRK 1727 vor. Nach dem Vortrag haben die Studierenden die Möglichkeit, ihre Arbeit im Rahmen eines „Poster-Walks“ mit den renommierten Dozentinnen und Dozenten zu diskutieren.

www.grk1727.uni-luebeck.de/grk1727

IRTG 1911: Immunregulation of Inflammation in Allergy and Infection

Das internationale Graduiertenkolleg (International Research Training Group / IRTG) 1911 an der Universität zu Lübeck (UzL) wird seit 2013 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. 2017 wurde die Weiterführung des IRTG 1911 bis 2022 beschlossen. Derzeit promovieren 18 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler innerhalb des Graduiertenkollegs an verschiedenen Instituten und Kliniken in Lübeck, wie dem Institut für Systemische Entzündungsforschung oder der Klinik für Infektiologie und Mikrobiologie, sowie in den Programmbereichen Infektionen, Asthma und Allergie am Forschungszentrum Borstel - Leibniz Lungenzentrum. Als internationaler Partner fungieren die University of Cincinnati und das Cincinnati Children‘s Hospital, USA. Das gemeinsame Forschungsprogramm umfasst zwei verschiedene Bereiche, die sich auf verschiedene Aspekte der Entzündung in Zusammenhang mit allergischen und infektiösen Erkrankungen konzentrieren: 1. Umweltveränderungen als Ursache fehlgeleiteter adaptiver Immunantworten bei Allergien 2. Zelluläre Wechselwirkungen und molekulare Mechanismen zur Kontrolle von Infektionen mit intrazellulären Pathogenen.

Umwelt und Allergie

Der IRTG fokussiert hierbei zum einen die durch Allergene oder Infektionserreger induzierten Immunreaktionen an der Schnittstelle zwischen angeborener und erworbener Immunität. Diese Reaktionen spielen eine wichtige Rolle hinsichtlich der Initiierung, Aufrechterhaltung und Auflösung chronischer Infektionen und allergischer Erkrankungen. Zum anderen wird untersucht, wie Umweltfaktoren die Immunantwort gegen Allergene und Pathogene durch Modulation der Mikrobiomzusammensetzung regulieren können.

Partneruniversität in Cincinnati

Die Doktorandinnen und Doktoranden profitieren von dem breiten Spektrum an in vitro-Systemen und in vivo-Mausexperimentalmodellen entzündlicher Erkrankungen im IRTG und der Expertise der beteiligten Arbeitsgruppen auf dem Gebiet der Allergieund Infektionsforschung. Um die Ähnlichkeiten und Unterschiede der komplexen immunologischen Netzwerke, die der allergischen und infektionsbedingten Entzündung zugrunde liegen, besser zu verstehen, werden Ansätze der Systemimmunologie implementiert, die von der Partneruniversität in Cincinnati entwickelt wurden. Ziel ist einerseits, neuartige Zielmoleküle oder Signalwege zu identifizieren, um innovative therapeutische Strategien zu entwickeln, und andererseits Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für den nationalen und internationalen Arbeitsmarkt an der Schnittstelle zwischen Allergie- und Infektionsforschung auszubilden. Tatsächlich haben die Studierenden in ihren Projekten seit 2013 eine Reihe neuartiger humoraler und zellulärer Signalmoleküle und -wege identifiziert, die vielversprechende Ansätze für neue therapeutische Optionen bei allergischen Erkrankungen und Infektionen mit intrazellulären Pathogenen aufzeigen. Ergänzend zum Forschungsprogramm bietet das IRTG 1911 ein strukturiertes Qualifikations- und grenzübergreifendes Betreuungskonzept mit definierten Ausbildungsmodulen an. Integraler Bestandteil ist der Studierendenaustausch zwischen den deutschen und den US-Partnerinstitutionen. Das Qualifizierungskonzept umfasst: (1) ein IRTG-spezifisches Seminar; (2) eine gemeinsam mit dem GRK 1727 im Rahmen des Zentrums für Infektiologie und Entzündungsforschung Lübeck (ZIEL) organisierte Gastsprecherreihe; (3) ein jährliches Retreat; (4) in Zusammenarbeit mit dem Center for Doctoral Studies Lübeck (CDSL) angebotene Soft Skill-Workshops sowie Kurse zum Beispiel im Bereich der Wissenschaftskommunikation und der Guten Wissenschaftlichen Praxis; (5) das alle drei Jahre durch die Doktorandinnen und Doktoranden des Programms selbst organisierte internationale Symposium „Allergy meets Infection“ sowie (6) individualisierte Bildungs- und MentoringProgramme.

www.irtg1911.uni-luebeck.de/irtg1911/irtg1911.html

 

IRTG 877: Proteases & Pathophysiology

Seit 2010 fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft den Sonderforschungsbereich „Proteolyse als regulatorisches Ereignis in der Pathophysiologie“ (SFB 877) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Die hier beschäftigten Doktorandinnen und Doktoranden sind in einem integrierten Graduiertenkolleg (Integrated Research Training Group, IRTG) mit dem übergreifenden Thema „Proteasen und Pathophysiologie“, organisiert. Ihr Dissertationsthema ist dem SFB 877-Forschungsschwerpunkt zugeordnet. Übergeordnetes Thema des SFB ist, die Rolle von Proteinmodifikationen bei der Entstehung von Krankheiten zu erforschen und darauf aufbauend neuartige therapeutische Konzepte zu entwickeln.

Vielschichtige Rolle von Proteinen

Proteine übernehmen viele strukturelle und regulatorische Funktionen im tierischen, pflanzlichen und menschlichen Organismus. Die Veränderung dieser Bausteine ist ein wesentliches Steuerungselement der physiologischen Prozesse im Körper. Proteine agieren nicht nur als Biokatalysatoren, Bewegungsmotoren und zelluläre Gerüstmaterialien, sondern sie fungieren auch als Signale innerhalb einer Zelle oder zwischen verschiedenen Zellen. Auf diesem Weg sind sie ganz allgemein an der Entwicklung jedes Organismus beteiligt und steuern konkret spezifische Abläufe wie beispielsweise das Immunund Nervensystem oder das gesteuerte Absterben von Körperzellen, den sogenannten Zelltod. Die Modifikation von Proteinen ist aber auch an der Entstehung von krankhaften Prozessen beteiligt: Sie spielt zum Beispiel eine wichtige Rolle bei der Entstehung von chronischen Entzündungen, Krebs oder degenerativen Nervenerkrankungen. Um diese Prozesse besser zu verstehen, beschäftigen sich die Forschenden des SFB 877 schwerpunktmäßig mit einer spezifischen Form der Proteinveränderung, der sogenannten Proteolyse oder Proteinspaltung.

Breites Expertise und intensive Förderung

Die enge Zusammenarbeit mit den Arbeitsgruppen des SFB 877 ermöglicht es den Promovierenden, in einem multidisziplinären Forschungsfeld zu arbeiten und von der breiten Palette an Methoden und wissenschaftlichen Erkenntnissen innerhalb des SFB 877 zu profitieren. Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit in den Forschungsprojekten nehmen sie an einem strukturierten Weiterbildungsprogramm teil. Das begleitende Studienprogramm fördert die Zusammenarbeit, den interdisziplinären Austausch, erleichtert den Überblick über das eigene Forschungsgebiet und eröffnet angrenzende Bereiche. Die Integration der Graduiertenausbildung in einen thematisch fokussierten Forschungsverbund kombiniert Spitzenforschung mit der intensiven Förderung von jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Ziel ist, die Promovierenden an der vordersten Linie aktueller Forschung auf den komplexen Arbeitsmarkt Wissenschaft intensiv vorzubereiten und sie gleichzeitig in die Lage zu versetzen, eine frühe wissenschaftliche Selbstständigkeit zu erlangen. Eine Besonderheit der IRTG im SFB 877 in Kiel ist die Förderung von Promovierenden der Medizin und Zahnmedizin. Um ihnen die Möglichkeit zu geben, sich auf ihre Abschlussarbeiten zu konzentrieren und gleichzeitig gute Erfahrungen in Laborarbeit und Grundlagenforschung zu sammeln, werden jedes Jahr 10 Stipendien für einen Zeitraum von 12 Monaten vergeben. Die Ausbildung im SFB 877 ist eine solide Grundlage für eine spätere Tätigkeit in der medizinischen Forschung.

Bausteine des IRTG-Programms:

  • Intensive Betreuung durch regelmäßige Gespräche mit mehreren Betreuerinnen oder Betreuern
  • Zwischenberichte, jährliche Vorträge über den Fortgang der Arbeit vor den Mitgliedern des gesamten Forschungsverbunds
  • Interdisziplinärer Austausch von Knowhow und Techniken
  • Internationaler Austausch
  • Reisestipendien. Finanzierung von Reisen zum Erlernen neuer Analysemethoden in anderen Laboren
  • Karriereplanung. Seminarreihe: Science meets Industry, Austausch mit Industrie und Wirtschaft, Vorstellung von Beschäftigungsfeldern
  • Trainingskurse. Workshops über neue Techniken und Analysemethoden
  • Persönliche Weiterbildung, z.B. Sprach- und Präsentationstraining
  • Aufbau eines internationalen Netzwerks

www.uni-kiel.de/Biochemie/sfb877/irtg/index.html

 

GRK 1743: Genes, Environment, Inflammation

Im Fokus des seit 2012 geförderten Graduiertenkollegs steht der Einfluss von Umweltfaktoren auf pathophysiologische Prozesse komplexer, chronischer Erkrankungen. Die Entstehung chronisch entzündlicher Erkrankungen ist nur zu einem geringen Teil ausschließlich genetisch bedingt. Maßgeblichen Anteil daran haben auch Umweltfaktoren. Die Grundannahme ist, dass bei genetischer Prädisposition die Pathogenese dieser Erkrankungen durch Veränderungen der bakteriellen Flora, der zellulären Umgebungsbedingungen und der DNA-Methylierungsmuster gefördert wird. Die Interaktionen zwischen Umwelt und Genetik sind bislang wenig untersucht. Die Ergebnisse werden nicht nur helfen, neue pathophysiologische Auslöser zu identifizieren, sondern auch Ansätze für neuartige Therapieformen aufzuzeigen. Das Graduiertenkolleg wird gemeinschaftlich von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Instituten der Medizinischen Fakultät der CAU und der Sektion Medizin der UzL getragen. Beide Forschungsstandorte sind über ihre Beteiligung am Exzellenzcluster Entzündungsforschung strukturell und inhaltlich vernetzt. Dadurch haben Promovierende im GRK 1743 direkten Zugang zu optimalen Infrastrukturen (z.B. Zentrum für Molekulare Biowissenschaften, ZMB) und innovativen Methoden. Mit den Projektleiterinnen und Projektleitern und deren wissenschaftlichen Arbeiten im Rahmen des Vorhabens wird die molekulare und klinische Expertise für die Forschung und die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Graduiertenkolleg gebündelt. Unter dem Dach eines gemeinsamen Forschungsschwerpunktes sind die einzelnen Projekte im Graduiertenkolleg thematisch und methodisch vernetzt, was ein exzellentes, kollaborierendes Umfeld für die Doktorandinnen und Doktoranden garantiert. Dies beinhaltet, dass die Kollegiatinnen und Kollegiaten durch ihre gemeinsame Arbeit im Kolleg, durch Praktika, Kolloquien und Arbeitstreffen in einer Vielzahl molekular- und zellbiologischer, tierexperimenteller und genetisch-bioinformatischer Methoden weit über das übliche Maß hinaus ausgebildet werden.

Teilnehmer/innen haben die Chance

  • innerhalb von maximal drei Jahren zu promovieren
  • sich für nationale und internationale Postdoktorate in akademischen Einrichtungen oder in der Industrie zu qualifizieren
  • über viele Fachgebiete und Disziplinen hinweg zu kommunizieren
  • Kenntnisse aus anderen Fächern zu erwerben

Das Programm bietet

  • zwei interne Betreuer/innen und einen externen Aufsichtsrat
  • individuelles Lernen, insbesondere fachspezifische oder interdisziplinäre Ausbildung
  • selbst organisierte Interne Treffen, jeden zweiten Monat (z.B. Gespräche mit Gastwissenschaftlern, Doktoranden, Posterpräsentationen)
  • ein selbst organisiertes jährliches Retreat
  • Konferenzen / Laborbesuche / Besuche in Unternehmen
  • ein selbst organisiertes internationales Symposium im dritten Jahr 
  • Soft-Skill-Kurse.

www.genes-environment-inflammation.de

 

International Max Planck Research School for Evolutionary Biology (IMPRS Evolbio)

Die IMPRS Evolbio ist eine internationale Graduiertenschule, die sich der Forschung und Ausbildung auf höchstem Niveau in allen Bereichen der modernen Evolutionsbiologie widmet. Seit 2010 wird die IMPRS für Evolutionsbiologie vom Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön, der Universität Kiel und dem GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel betrieben. Die IMPRS-Fakultät besteht aus 30 führenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aller drei beteiligten Institutionen. Das strukturierte Programm der IMPRS umfasst nicht nur die eigene wissenschaftliche Arbeit, sondern beinhaltet auch das Mentoring durch ein Thesis Advisory Committee (TAC) sowie ein individuell abgestimmtes Curriculum von regelmäßigen Labund Soft-Skill-Kursen, Workshops oder Seminaren. Das Training wird ergänzt durch wissenschaftliche Vorträge bei jährlichen IMPRS-Retreats oder durch Teilnahme an Konferenzen. Die Dissertation und deren Finanzierung durch die IMPRS ist auf drei Jahre angelegt.

Praktika zur Orientierung

Die Forschung innerhalb der IMPRS Evolbio verteilt sich konzeptionell auf drei allgemeine Forschungsgebiete, die molekulare, organismische und theoretische Ansätze einschließen. Viele der Projekte sind dabei forschungsgebietsübergreifend. Zu Beginn des Programms beginnt jeder Promovierende mit einer Rotationsphase von drei Monaten. Diese Ausbildungsphase besteht aus zwei Praktika à sechs Wochen in IMPRS-relevanten Arbeitsgruppen, in denen idealerweise kleine Forschungsprojekte abgeschlossen werden. Ziel der Rotationen ist es, den neuen Doktorandinnen und Doktoranden die Möglichkeit zu geben, die IMPRS besser kennenzulernen und umgekehrt. Darüber hinaus können wichtige Methoden und Techniken für die anstehende Doktorarbeit erlernt werden. Grundsätzlich sollten die Rotationen an beiden Standorten in Kiel und Plön erfolgen. Die erste Rotation findet normalerweise in der Gruppe statt, in der später die Arbeit angefertigt werden soll. Die zweite Rotation wird zusammen mit dem Betreuer oder der Betreuerin in einer Arbeitsgruppe geplant, die die Interessen und Kenntnisse des Promovierenden sinnvoll ergänzt.

Interdisziplinäre Betreuung

Das Graduiertenprogramm der IMPRS für Evolutionsbiologie besteht aus der Dissertation und einem Lehrprogramm. Beides wird vom Supervisor und einem Promotionskommittee (Thesis Advisory Committee, TAC) angeleitet und diskutiert. Direkt Betreuende sind in der Regel Mitglieder der IMPRS-Fakultät, in deren Forschungsgruppe die Promotion durchgeführt wird. Das Promotionskommittee besteht neben der/ dem Hauptbetreuenden aus mindestens zwei weiteren Mitgliedern der IMPRS Fakulät, die aus anderen Arbeitsgruppen kommen. Eine/r von ihnen sollte auch aus einem anderen Institut stammen. Während der dreijährigen Graduiertenausbildung nehmen alle Doktorandinnen und Doktoranden an Lehrveranstaltungen teil, die ihre individuellen Fähigkeiten und Erfahrungen komplementieren. Die Wahl der Lehrveranstaltungen geschieht in Absprache mit dem Promotionskommittee. Insgesamt werden bis zum erfolgreichen Abschluss des Programmes mindestens „60 day equivalents“ gesammelt.

www.evolbio.mpg.de/imprs

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