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Impulse für die Karriere

Fortbildung, Vernetzung und Förderung

Jungen Forscherinnen und Forschern vor und nach der Promotion bietet der Cluster exzellente Startbedingungen für die akademische Karriere. Neben einem anregenden Forschungsumfeld und der Möglichkeit, in Fortbildungen über den eigenen Tellerrand zu blicken, gibt es immer wieder Gelegenheiten sich auszutauschen. Speziell für forschende Frauen bietet der Cluster im Rahmen des Dorothea-Erxleben-Programms verschiedene Fördermaßnahmen an. 2017 wurden erstmals hochdotierte Wissenschaftspreise für Cluster-Forscherinnen ausgeschrieben.

Chancengleichheit und Mentoring

Seit 2012 bietet der Cluster im Rahmen des Dorothea-Erxleben-Programms für Gleichberechtigung verschiedene Fördermaßnahmen an. Hierzu gehört beispielsweise ein Mentoring Programm sowie Unterstützung für Doktorandinnen, Doktoranden und Postdocs in besonderen familiären Lebensumständen. Erstmals in 2017 hat der Cluster drei hochdotierte (insgesamt 200.000 Euro) Preise ausgeschrieben. Bis zum 28. August konnten sich ausschließlich Cluster-Wissenschaftlerinnen für die DorotheaErxleben-Forscherinnenpreise bewerben. Ziel ist, exzellente Wissenschaftlerinnen auf dem Gebiet der Entzündungsforschung zu fördern. Die Antragstellerinnen sollen mit ihrem Beitrag den thematischen Schwerpunkt des Clusters verstärken und zu dessen Weiterentwicklung in Richtung „Precision Medicine in Chronic Inflammation“ beitragen. Antragsberechtigt waren Postdoktorandinnen, sowie Professorinnen ohne Leitungsfunktion.

 

Für die individuelle Weiterbildung von jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im Cluster startet im Herbst 2017 die zweite Runde von I@I-Mentoring, dem Cluster-eigenen MentoringProgramm. Es richtet sich an Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler während und nach der Promotionsphase, die ihre wissenschaftliche Karriere nach der Promotion fortsetzen, dauerhaft wissenschaftlich tätig sein wollen oder eine Professur anstreben. Teilnehmen können alle assoziierten Mitglieder und Vollmitglieder des wissenschaftlichen Cluster-Nachwuchses.

Cluster Lectures

Seit 2008 lädt der Cluster international renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu Vorträgen ein. In 2017 kamen drei Experten aus dem In- und Ausland zu Cluster Lectures nach Borstel und Kiel. Professorin Ines Thiele (Luxembourg Centre for Systems Biomedicine, Université du Luxembourg) sprach über „Exploring the metabolic potential of human gut microbiota“. Professor Harinder Singh (Cincinnati Children’s Hospital, USA) referierte über „Viewing the immune system through the lens of systems and synthetic biology“. Der Titel des Vortrags von Professor Christian Eggeling (University of Oxford) lautete: “Exploring the nanoscale using super-resolution microscopy“. Die Vorträge laden dazu ein, über den Tellerrand der eigenen Forschung zu blicken und bieten außerdem die Möglichkeit, renommierte Forscherinnen und Forscher live zu sehen und bei anschließendem Get-Together persönlich zu sprechen. Auf diese Weise lassen sich direkt und unkompliziert Kontakte für gemeinsame Forschungsprojekte knüpfen oder Anlaufpunkte für Forschungsaufenthalte ausmachen. Abgesehen davon trifft man bei den Cluster Lectures auch andere Kolleginnen und Kollegen, die man nicht so oft sieht.

Nachwuchswissenschaftler unter sich

Im Vorfeld des Cluster Retreats nutzten 25 Young Scientists die Möglichkeit zu Fortbildung und Austausch beim (Post-)Doc-Retreat “Inflammation at Interfaces” in Timmendorfer Strand. 15 Postdocs und 10 Doktorandinnen und Doktoranden kamen zum Treffen, das neben wissenschaftlichen Präsentationen und Weiterbildung auch genug Raum für gegenseitiges Kennenlernen und interdisziplinären Austausch bot. Positives Feedback gab es insbesondere zum ganztägigen Workshop „Scientific Writing“, der von Professorin Barty Warren-Kretzschmar (Universität Hannover) geleitet wurde. „Ich bin dabei meine Thesis zu schreiben, da kam der Workshop gerade recht“, sagt Philipp Best, der am Institut für Klinische Molekularbiologie der Uni Kiel promoviert. Auch Young Scientist Sprecherin Daniela Esser vom Institut für Experimentelle Medizin, Kiel, kennt „Schreibprobleme“. Sie ist mittlerweile zwar fast fertig mit ihrer Arbeit, hat aber nach eigenem Bekunden auch sehr von den Tipps und Übungen profitiert. „Ich war schon bei diversen Workshops. Aber dieser war wirklich der Beste.“

Viel Beifall gab es für die Keynote-Lecture von Cluster-Professorin Alena Byx über „Ethics in Science with a Focus on Microbiome Research“. Die Medizinethikerin aus Kiel informierte unter anderem über ethisches Fehlverhalten im Lauf der Geschichte bis heute, gab aber auch Empfehlungen, wie man zum Beispiel damit umgeht, wenn im Genom eine Risikovariante gefunden wird. Auch die Präsentationen der Kolleginnen und Kollegen kamen gut an und wurden intensiv diskutiert. Philipp Best stellte fest, dass es der Diskussion gut tut, wenn die Nachwuchsforschenden unter sich sind. „Es wird mehr diskutiert, wenn keine PIs dabei sind.“

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