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Entzündungsforschung

Zahlen, Daten, Fakten

Der Exzellenzcluster „Inflammation at Interfaces “ wird seit 2007 durch die Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gefördert. Die rund 300 Clustermitglieder an den vier Standorten in den Universitäten Kiel (CAU) und Lübeck (UzL), dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), im Forschungszentrum Borstel - Leibniz Lungenzentrum (FZB), im Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön (MPI-EB) und in der Muthesius Kunsthochschule Kiel (MKH) forschen in einem innovativen, systemischen Ansatz an dem Phänomen Entzündung, das alle Barriereorgane wie Darm, Lunge und Haut befallen kann.

Zum Stichtag 31.12.2017 hatte der Cluster insgesamt 297 Mitglieder (siehe Abb. 1), darunter 181 Vollmitglieder (davon 45 Frauen, 24,9%) und 116 assoziierte Mitglieder (davon 68 Frauen, 58,6%). Der Anteil der klinisch tätigen Vollmitglieder betrug 30,9%.

Der wissenschaftliche Nachwuchs unter 40 Jahren (s. Abb. 2) unterteilt sich in Promovierende, Postdocs, Arbeitsgruppenleitungen sowie W1- und W2-Professuren. Diese Gruppe ist durch 130 Mitglieder (davon 69 Frauen, 53,08%) vertreten und setzt sich aus Vollmitgliedern und assoziierten Mitgliedern zusammen. Weitere Informationen zu den Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern siehe auch Kapitel „Impulse für die Karriere“ ab S.22.

Cluster-Gremien

Executive Group

Der geschäftsführende Vorstand des Clusters (Executive Group, ExG), umfasst den Sprecher, Professor Stefan Schreiber (CAU), und die beiden gleichberechtigten Stellvertreter Professor Ulrich Schaible (FZB) und Professor Enno Hartmann (UzL).

Steering Committee

Der Vorstand, Steering Committee (StC), setzt sich aus der EXG, sowie führenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aller Cluster-Standorte zusammen, die die sechs Forschungsgebiete (Research Areas, RA) und sieben ClusterLabore (CL) repräsentieren. Zum StC gehörten 2017 insgesamt 25 Personen (Principal Investigators, PI), siehe Tab. 1.

Scientific Advisory Board

Der international besetzte Wissenschaftliche Beirat (Scientific Advisory Board, SAB) berät den Cluster-Vorstand in wissenschaftlichen und strategischen Fragestellungen. Folgende Vertreter aus Industrie und Forschung waren 2017 Mitglied des SAB: Prof. Dr. Rudi Balling (Luxemburg), Prof. Dr. Richard Blumberg (Boston, MA, USA), Prof. Dr. Steffen Gay (Zürich, Schweiz), Prof. Dr. Britta Engelhardt (Bern, Schweiz), Prof. Dr. Ulf Müller-Ladner (Bad Nauheim, Deutschland), Prof. Dr. Dana Philpott (Toronto, Kanada), Dr. Hans Reiser (Foster City, CA, USA), Prof. Dr. Ann-Christine Syvänen (Uppsala, Schweden) und Prof. Dr. Joachim Thiery (Leipzig, Deutschland). Vorsitzender des SAB ist seit Juli 2014 Prof. Dr. Rudi Balling.

Geschäftsstelle

Die Geschäftsstelle des Clusters ist in der Abteilung „Forschung, IT und strategische Innovation“ der Zentralverwaltung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel angesiedelt. Leiterin der Geschäftsstelle ist Dr. habil. Susanne Holstein. Weitere Team-Mitglieder sind: Sonja Petermann (Projektkoordination/Organisation), Friederike Sünder (Assistenz), Isabelle Vogel (Assistenz seit September 2017), Jan Henning Haas (IT seit Februar 2017), Daniela Suhr (Finanzen/Controlling), Dr. Kirsten Nele Emmert (Referentin, Nachwuchsförderung, Genderaspekte und Forschungskoordination seit Mai 2017) und Dr. Tebke Böschen (Presse und Kommunikation).

Scientific Impact

Exemplarisch für die Publikationsleistung des Clusters für 2017 wurden die Publikationsleistungen der 25 StC-Mitglieder für den Zeitraum 01.01.-31.12.2017 erfasst. Dabei wurden die Publikationen nur einfach gewertet, das heißt bei einer Co-Autorschaft mehrerer StC-Mitglieder einer Publikation wurde diese nur einmal gewertet. Als Grundlage für die Verteilung der Impact Faktoren der einzelnen Zeitschriften diente der Journal Citation Report (2017 InCites Journal Citation Reports® 2018 Clarivate, Clarivate Analytics). Im oben genannten Zeitraum wurden 294 Publikationen gezählt. Die 24 high impact Publikationen (Impact Faktor >20) sind in Tab. 2 nach Anzahl und Zeitschrift gelistet. 46 Arbeiten wurden in Zeitschriften mit einem Impact Faktor zwischen 10-20 publiziert. Der größte Anteil der Publikationen (224) wurde in Zeitschriften mit einem Impact Faktor zwischen 0 und 10 veröffentlicht, beziehungsweise in Zeitschriften, die keinen Impact Faktor haben.

Nachwuchsförderung

Die Nachwuchsförderung ist auch in der zweiten Förderperiode weiterhin ein erklärtes Ziel des Clusters. Im Rahmen des Dorothea-Erxleben-Programms for Gender Equality wurden verschiedene Maßnahmen etabliert. Ein Schwerpunkt stellt das I@I Mentoring dar. In diesem Programm unterstützen erfahrene Professorinnen und Professoren die oder den Mentee und fördern damit deren persönliche und akademische Entwicklung. Unterstützung für die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gibt es außerdem bei besonderen familiären Lebensumständen. Im Vorfeld des Cluster-Retreats fand ein (Post-)DocRetreat statt, bei der sich Postdocs, Doktorandinnen und Doktoranden trafen. 23 Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler nutzten die Gelegenheit zum fachlichen und persönlichen Austausch in Timmendorfer Strand. Außerdem wurden Promovierende und Postdocs auf vielfältige Weise finanziell gefördert. So wurden sieben Mal Reisekostenzuschüsse für die Teilnahme an internationalen Kongressen durch Promovierende und Postdocs, sowie einmal Weiterbildungskosten in Anspruch genommen. Zu den Fördermaßnahmen zählen unter anderem Cluster-interne Fort- und Weiterbildungsangebote wie zum Beispiel der Workshop „Scientific Writing“ beim (Post-)Doc-Retreat in Timmendorfer Strand.

Dorothea-Erxleben Female Invetigator Awards

Der Cluster hat 2017 erstmalig drei hochdotierte (1x 100.000 eur, 2x 50.000 eur) Dorothea-Erxleben-Forscherinnenpreise ausgeschrieben. Die Preise richteten sich ausschließlich an Wissenschaftlerinnen aus dem Cluster mit dem Ziel, deren exzellente Forschungstätigkeit auf dem Gebiet der Entzündung zu unterstützen. Die Preisvergabe erfolgte im Januar 2018.

Wichtige Termine 2017

Projektfördermittel

Die Ausgaben beziehen sich auf einen durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gewährten 12-Monats-Haushalt (01.01. – 31.10.2017/FP2, 01.11.–31.12.2017/Überbrückungshaushalt). Die verausgabten Projektmittel für das Haushaltsjahr 2017 umfassten insgesamt 5.643.736 Euro. und sind damit vergleichbar zu denen aus dem Vorjahr. Das zurückliegende Haushaltsjahr konnte, vorbehaltlich der Abschlussprüfung durch die DFG, nahezu ausgeglichen werden. Abb. 3 zeigt die antragskonforme Verwendung der Projektfördermittel 2017.

 Im Jahr 2017 betrug der Ausgabenanteil der ClusterLabore an den Gesamtausgaben 59% (3.332.658 Euro), und damit war der Anteil 9,8% höher als im Vorjahr. Die Zentralen Ausgaben betrugen insgesamt 813.740 Euro und hatten einen Anteil von 14,4% an den Gesamtausgaben. Im Verhältnis zum Vorjahr waren die Zentralen Ausgaben damit leicht rückläufig trotz gestiegener Personalkosten.

 

Im Zuge auslaufender Projekte verminderten sich die Ausgaben für die erste und zweite Cluster-interne Projektausschreibung im Vergleich zum Vorjahr um 11,3% bezogen auf die Gesamtausgaben. Die Ausgaben für die Clusterinternen Ausschreibungen betrafen 8 (3 aus dem ersten Call, 5 aus dem zweiten Call) der 21 bewilligten Projekte; 13 Projekte waren 2016 bereits abgeschlossen. Das Volumen der 8 Cluster-internen Projekte betrug 2017 zusammen 1.237.071 Euro. 8 der 10 in 2015 bewilligten Miniproposals wurden 2017 mit 75.226 Euro gefördert. Dies entsprach einem Anteil von 1,3% an den Gesamtausgaben. Im Vergleich zu 2016 halbierten sich die Ausgaben für die Miniproposals nahezu.

Anschubfinanzierung für Cluster PMI

Im Jahr 2017 erhielten Projekte zur Vorbereitung des beantragen Exzellenzclusters Precision Medicine in Chronic Inflammation (PMI) eine Anschubfinanzierung in Höhe von 185.041 Euro aus der Überbrückungsfinanzierung. Die Mittel wurden alle verausgabt. Der Anteil der Anschubfinanzierung PMI entsprach 14,4% der Gesamtausgaben. Insgesamt wurden sechs Projektanträge in einer Gesamthöhe von 1,23 Millionen Euro bewilligt, davon sind 2017 185.041 Euro ausgezahlt worden.

Cluster-Labore

Die sieben Cluster-Labore (Abb. 4a) verbrauchten den Großteil ihrer Gesamtmittel (3.332.658 Euro) im Personalbereich mit 2.540.650 Euro (76,2%). Die Sachmittel beliefen sich auf 613.416 Euro (18,4%) und bildeten den zweitgrößten Posten. Sie enthielten neben Verbrauchsmaterialien unter anderem auch Kosten für Kleingeräte, Reisekosten und Versuchstiere. Die Investitionen bildeten mit 178.592 Euro (5,36%) den kleinsten Posten.

Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Investitionsausgaben der Cluster-Labore um rund 4%. Im Vorjahr lag der Anteil der Investmittel der ClusterLabore an den Gesamtausgaben bei rund 1%, 2017 betrug dieser Anteil 5,4%. Hingegen lagen die Personalausgaben um 6,6% niedriger als im Vorjahr. Die Ausgaben für Sachmittel stiegen leicht, und zwar um 2,3%, und hatten nun einen Anteil von 18,4% am Gesamtbudget der Cluster-Labore.

Zentrale Ausgaben

Die Zentralen Ausgaben (Abb. 4b) betrugen 813.740 Euro und machten einen Anteil in Höhe von 14,4% an den Gesamtausgaben aus. Damit lagen sie um 0,6% niedriger als im Vorjahr bezogen auf die Gesamtausgaben.

 

Die Personalkosten sind mit 379.214 Euro der größte Posten der Zentralen Ausgaben (46,6%) und sind im Vergleich zum Vorjahr um 6,9% gestiegen. Zweitgrößter Posten (27,7%) war das Datamanagement mit 225.026 Euro, dieser reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 5,5%. Die Sonstigen Kosten (School of Inflammation, Public Outreach, Travel & Meetings, Cluster-Lectures) stellten mit 209.500 Euro (25,8%) den drittgrößten Posten innerhalb der Zentralen Ausgaben dar und ist damit vergleichbar mit 2016. Die Zentralen Ausgaben beinhalten auch das Preisgeld für den Dorothea-Erxleben Female Invetigator Award in Höhe von 200.000 Euro. 2017 wurden hiervon 28.571 Euro verausgabt, davon 18.428 Euro für Personal (64,5%) und 10.143 Euro für Sachmittel (35,5%).

Der Anteil der Kosten für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle betrug – vergleichbar zum Vorjahr – 6,7% der gesamt verausgabten Projektmittel 2017.

Cluster-interne Projektausschreibungen

Von den insgesamt 21 Projekten der beiden Clusterinternen Ausschreibungen (erster und zweiter Call) wurden 2017 nur noch 8 Projekte gefördert, alle anderen endeten in 2015 und 2016. Für die verbliebenen 8 Projekte wurden Mittel in Höhe von 1.237.071 Euro im Haushaltsjahr 2017 verausgabt. Der größte Anteil entfiel auf Personalausgaben (57,2%), gefolgt von Ausgaben für Sachmittel (39,5%) und Investitionsmittel mit 3,2% (s. Abb. 4c).

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