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Entzündung erforschen und verstehen

Chronische Entzündungen an Barriereorganen (Haut, Lunge, Darm) sind das zentrale medizinische Problem vieler Zivilisationskrankheiten wie Psoriasis, Asthma oder chronisch entzündliche Darmerkrankungen. Neben diesem direkten Krankheitsbezug wird es zunehmend offensichtlicher, dass Entzündungsreaktionen an einer Vielzahl anderer Erkrankungen (z. B. koronare Herzerkrankung oder Krebs) beteiligt sind. Zur Verbesserung der interdisziplinären Erforschung von Entzündungsprozessen bündelt der Cluster die Kompetenzen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an fünf Institutionen: den Universitäten Kiel und Lübeck, dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein sowie dem Leibniz-Zentrum Borstel und dem Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie, Plön.

Im Exzellenzcluster Entzündungsforschung haben mehr als 200 exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Forschungsaktivitäten in acht Forschungsgebieten (Research Areas) zusammen gefasst, um durch eine enge, interdisziplinäre Zusammenarbeit die Erforschung von Entzündungsprozessen und die Entwicklung von Therapien voranzutreiben.

Diese umfassen fünf inhaltlich und methodisch definierte Forschungsbereiche (A bis E), die die Grundbausteine des Clusters bilden. In ihnen werden die Genetik (A), die molekulare Struktur (B) und physiologische Mechanismen (C) von Entzündungsprozessen studiert. In Research Area D werden Modellsysteme (z.B. Mäuse) zur Simulation von Entzündungsprozessen und der Entwicklung von innovativen Therapien verwendet. In Research Area E konzentrieren sich die medizinischen ForscherInnen und ÄrztInnen darauf, Forschungsergebnisse im Patienten zu validieren und in Behandlungs- und Therapieformen zu übersetzen.

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Auf Basis der durch die Forschungsbereiche A bis E erzeugten Ergebnisse und zur Verfügung gestellten Methoden bearbeiten die Research Areas F, G und H Fragestellungen von zentraler Bedeutung. Diese Art der interdisziplinären Forschung ermöglicht eine synergistische Generierung von Wissen über Molekülfamilien mit zentraler Bedeutung für entzündliche Prozesse an Barriereorganen und ihrer Behandlung.

Zusätzlich wurden in Research Area I Junior Research Groups gegründet, in denen talentierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler an neuen Entwicklungen und Ergebnissen im Umfeld der Research Areas A bis E arbeiten. Sie können von der engen Zusammenarbeit und den vorhandenen Techniken und Ressourcen im Cluster profitieren und so entscheidend zu neuen Erkenntnissen und Innovationen aus dem Cluster beitragen.

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