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Entzündung im Gehirn

Es ist ein Prozess, der lange Zeit für den Betroffenen kaum merklich ist, bis die Symptome immer stärker werden. In der Folge kommt es schließlich zu einem Verfall der motorischen Fähigkeiten. Bei neurologischen Erkrankungen wie Multipler Sklerose und Parkinson sind Entzündungsreaktionen im Gehirn beteiligt.

Multiple Sklerose kann Menschen in allen Altersschichten betreffen. Im Gegensatz dazu ist Morbus Parkinson eine degenerative Erkrankung, die meist erst im höheren Alter, ab dem 60. Lebensjahr, auftritt.

Das Immunsystem richtet sich gegen den eigenen Körper

Multiple Sklerose ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, bei der die Marksubstanz der Nervenfasern zerstört wird. In der weißen Substanz von Gehirn und Rückenmark kommt es dabei zu Entzündungen, weil Abwehrzellen des Immunsystems die Myelinscheiden der eigenen Nervenzellen angreifen. Die Ursache für diese Vorgänge ist bislang nicht bekannt. Allerdings konnten einige genetische Variationen identifiziert werden, die bei Erkrankten häufiger vorkommen, als bei der Gesamtbevölkerung. Von diesen Gen-Variationen stehen viele wiederum im Zusammenhang mit dem Immunsystem.

Auch bei der Morbus-Parkinson-Erkrankung kommt es zum Absterben von Nervenzellen in der schwarzen Substanz des Mittelhirns. Diese Zellen des Gehirns produzieren den Nervenbotenstoff Dopamin, der für die Bewegung des Menschen nötig ist. Wie es dazu kommt, dass die Dopamin-produzierenden Nervenzellen absterben, ist nicht eindeutig geklärt. Auch bei dieser Nervenerkrankung spielt die genetische Disposition eine gewisse Rolle. Es wird aber auch vermutet, dass eine Ursache für das Absterben der Nervenzellen eine Entzündung sein kann, die durch das dunkle Pigment in der schwarzen Substanz im Gehirn ausgelöst wird, das Neuromelanin. Auch wenn die Entzündung nicht die Ursache für die Morbus-Parkinson-Erkrankung ist, so fördert sie doch das Absterben der Nervenzellen.

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