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Neue Therapien entwickeln

Mitglieder des Clusters und das Exzellenzzentrum Entzündungsmedizin spielen eine wichtige Rolle bei vielen multizentrischen klinischen Studien im Entzündungsbereich. Daneben sind die Forscherinnen und Forscher an der Entwicklung von Medikamenten, Behandlungsmethoden und diagnostischen Methoden beteiligt.

Chronische Entzündungen gelten als unheilbar und lassen sich auch heute noch, trotz großer Fortschritte, nur schwer behandeln. Oft treten zudem bei Behandlungen, die auf Immunsuppressiva basieren, schwere Nebenwirkungen auf.

Neben ihrer Beteiligung an klinischen Studien für verschiedene neue biologische Wirkstoffgruppen, entwickeln unsere Mitglieder auch eigene innovative Therapieformen.

sgp130fc: ein neuer Wirkstoff zur Blockade der IL-6-Wirkung

Mit sgp130fc haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Cluster einen vielversprechenden neuen Wirkstoff entwickelt und patentiert. Im Gegensatz zu vielen anderen anti-entzündlichen Medikamenten verspricht sgp130fc nur chronische Entzündungsprozesse zu beeinflussen und nicht zu einer generellen Schwächung des Immunsystems zu führen. Der therapeutische Nutzen von sgp130Fc wurde in vielen Tiermodellen nachgewiesen. Klinische Phase I Studien haben die Unbedenklichkeit der Substanz bei gesunden Menschen belegt. In einer multinationalen Phase II Studie wird der Arzneistoff sgp130Fc (Olamkicept) seit 2017 bei Personen mit Colitis ulcerosa geprüft.

Immunadsorption als Therapie bei Autoimmunkrankheiten

Neben der Entwicklung von sgp130fc sind Forscherinnen und Forscher des Exzellenzclusters maßgeblich an der Entwicklung von Methoden zur Immunadsorption bzw. spezifischer Immunadsorption (Adsorption von Antikörpern bzw. Autoantikörpern) bei schweren Krankheiten, beispielsweise blasenbildenden Autoimmundermatosen, beteiligt.

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