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Steckbrief Cluster-Labor XII

Mouse Model Systems of Inflammation -
Mausmodellsysteme von Entzündungen

SPRECHER: Jörg Köhl, Paul Saftig

AUFGABE/ ZIEL:

Das Labor dient dazu, die Verwendung von genetisch modifizierten Tieren und Provokationsmodellen im Cluster zu standardisieren und weiter zu verbessern. Dieses Konzept umfasst zunächst die zentrale Unterbringung und Aufzucht in einer spezifischen pathogen-freien (SPF) Umgebung als Voraussetzung für die Untersuchung komplexer Wirt-Mikrobiota-Interaktionen. Ziel ist außerdem, eine Mausdatenbank aufzubauen, die alle genetischen und immunologischen Informationen jeder genetisch-veränderten Mauslinie, die im Cluster verwendet wird, für das gesamte Konsortium verfügbar zu machen. Um diese Informationen zu erhalten, wurde eine zentralisierte Infrastruktur für die Genotypisierung und Immunphänotypisierung geschaffen. Letztere umfasst ein dreistufiges Programm einschließlich der Bestimmung der grundlegenden Zusammensetzung von Immunzellen, der Bewertung der Immunzellfunktion und der Einschätzung komplexer Immunfunktionen in experimentellen Krankheitsmodellen.

BEITRAG FÜR DEN CLUSTER:

Mausmodelle von Entzündungen an (epithelialen) Schnittstellen spielen eine wichtige Rolle für das funktionale Verständnis von Krankheitsmechanismen. Dieses Cluster-Labor schafft eine integrierte Forschungsstruktur für alle beteiligte Institutionen durch: (1) Standardisierung der Genotypisierung, (2) Standardvorgehensweisen (SOP) für experimentelle Modelle ausgewählter Barriere-Erkrankungen, (3) eine Datenmanagementinfrastruktur, die Informationen zu vor Ort verfügbaren, genetisch modifizierten Mäusen und experimentellen Krankheitsmodellen im Cluster bereithält, (4) standardisiertes Monitoring der mikrobiellen Zusammensetzung in Indikatorstämmen (16s rDNA) und Aufbau einer begrenzten gnotobiotischen Einrichtung, und (5) eine definierte Strategie zur „Immunevaluation” von genetisch veränderten Mauslinien. Das Cluster-Labor fungiert als entscheidender Partner der Universitäten bei der Einführung langfristiger Pläne zur Modernisierung und Neustrukturierung der Haltung und Untersuchung von Forschungstieren in Schleswig-Holstein für wissenschaftliche Fragestellungen.

FORSCHUNGSFRAGEN:

Die Forschungsfragen sind definiert durch die Projekte in den Research areas.

MASSNAHMEN FÜR NACHWUCHSFÖRDERUNG:

Co-Organisation der Summer School 2012 „Molecular Interactions at Barriers in Inflammation“, Lübeck.
Co-Organisation der Indian Summer School 2013: Softskillkurse, organisiert von der International Research Training Group (IRTG) 1911 „Immunregulation in allergy and infection“ (Sprecher: J. Köhl).
Studierenden des IRTG 1911 haben die Möglichkeit, einmalig an folgenden Veranstaltungen der Deutschen Gesellschaft für Immunologie teilzunehmen: Autumn School „Current Concepts in Immunology“ oder Spring School in Immunology.

BETEILIGTE ARBEITSGRUPPEN/ INSTITUTE:
  • Biochemisches Institut, Kiel
  • Forschungszentrum Borstel, FG Biochemische Immunologie
  • Forschungszentrum Borstel, FG Entzündung und Regeneration
  • Forschungszentrum Borstel, FG Immunologie und Zellbiologie
  • Forschungszentrum Borstel, FG Molekulare Infektologie
  • Institut für Anatomie, Lübeck
  • Institut für Biologie, Lübeck
  • Institut für Experimentelle Medizin, Kiel
  • Institut für Experimentelle Tumorforschung, Kiel
  • Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie, Lübeck
  • Institut für Epidemiologie, Kiel
  • Institut für Informatik, Kiel
  • Institut für Klinische Molekularbiologie, Kiel
  • Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene, Lübeck
  • Institut für Systemische Entzündungsforschung, Lübeck
  • Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin, Kiel
  • Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Lübeck
  • Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Kiel
  • Klinik für Diagnostische Radiologie, Kiel
  • Klinik für Innere Medizin I, Kiel
  • Klinik für Innere Medizin III, Kiel
AUSSTATTUNGEN/ LEISTUNGEN:

Personelle Ausstattung:
1 x Wissenschaftlicher Mitarbeiter
2 x Tierpfleger
1 x Medizinisch-technische Assistentin

LEISTUNGEN:
  • Genotypische und phänotypische Charakterisierung von genetischen Defektstämmen
  • Funktionsassays zur Charakterisierung von Immunzellen genetischer Defektstämme
  • Bereitstellung tierexperimenteller Modellsysteme
  • Schnelle Rückkreuzung genetischer Defektstämme (Marker-assisted accelerated backcrossing)

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