Sie sind hier: Startseite / Newsroom / Jahresberichte / 2013 / Forschung im Cluster

Forschung im Cluster

Interdisziplinär, innovativ und international

Das Jahr 2013 startete mit der ersten Clusterinternen Projektausschreibung. Von den 35 Anträgen für Forschungsprojekte wurden 15 Vorhaben mit Unterstützung externer Gutachter ausgewählt. Sie verfolgen innovative Ideen, sind Erfolg versprechend und haben einen multidisziplinären Ansatz. Die interdisziplinäre Perspektive und vor allem auch die Übertragung von Forschungsergebnissen in die Anwendung, etwa in Form neuer oder optimierter Therapieoptionen oder mit Ansätzen zur Prävention, stehen ganz oben auf der Agenda des Clusters.


Geprüft und für gut befunden

Der Wettbewerb startete mit Beginn der neuen Förderperiode. Bis 15. Januar gingen 35 Anträge von standort- und fächerübergreifenden Forschungspartnern innerhalb des Clusters ein. Nach einer Vorauswahl durch das Steering Committee gingen diese zur endgültigen Auswahl an ein externes Gremium mit 23 Gutachtern aus dem In- und Ausland. Die Projekte mussten folgende Kriterien erfüllen:
Sie sollten Hauptthemen des Clusters der zweiten Förderperiode behandeln und dabei neue und originelle wissenschaftlichen Fragestellungen und Methoden einbeziehen. Die Zielsetzungen mussten klar formuliert und nachzuweisen sein. Außerdem sollte jedes Projekt einen multidisziplinären und interstrukturellen Ansatz verfolgen und mindestens in einem Cluster-Labor und einer weiteren Research Area angesiedelt sein.
15 Projekte mit einem Gesamtbudget von ca. 5 Millionen Euro wurden ausgewählt.


Feedback vom Wissenschaftlichen Beirat

Eine positive Bilanz aus dem internationalen Cluster- Symposium im Februar zieht Dr. John Parkinson aus Kanada, der als Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat den Cluster von Anfang an begleitet. „Besonders beeindruckt war ich von dem Mini-Symposium über Darmentzündungen und Mikrobiom, aber auch von den exzellenten Fortschritten bei der klinischen Anwendung für das lösliche gp130-Fc Fusionsprotein zur Hemmung der Interleukin-6 Aktivität“, betont Parkinson. Eine große Erfolgsgeschichte sei auch die erste epigenetische Karte und die Identifizierung epigenetischer Risikoloci für Colitis ulcerosa. Dass der Cluster erfolgreich neue Erkenntnisse über die Ätiologie chronisch entzündlicher Störungen in die klinische Anwendung übertragen hat, zeigten die Beispiele von Interleukin-6-Hemmung und der Plattform für blasenbildende Autoimmundermatosen. Neue Ansätze lieferten außerdem das Wissen über die metabolischen Veränderungen und das mikrobielle Ungleichgewicht im Mausmodell von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, das in präklinischen Studien gezeigt wurde. „Die Publikationen des Clusters zeigen“, so das Beiratsmitglied, „dass die Grundlagenforschung eng mit der klinischen Anwendung verknüpft ist. Diese Verbindung in Zukunft aufrecht zu erhalten, wird die fortlaufende Herausforderung aller Mitglieder bleiben.“


Lübecker Exzellenzzentrum neu eröffnet

Nach fünf Monaten Umbauzeit wurde das Lübecker Exzellenzzentrum Entzündungsmedizin (CCIM) am 29. November in neuer Form wieder eröffnet. Die patientenfreundliche und funktionale Behandlungs- und Forschungseinheit ist in Haus 50 im UKSH Campus Lübeck angesiedelt. Neuer Leiter ist Professor Diamant Thaçi, der im Juni von Frankfurt nach Lübeck wechselte. Zur feierlichen Einweihung sagte Thaçi: „Durch die enge Zusammenarbeit der Spezialisten verschiedener Fachrichtungen ist eine optimale innovative Versorgung von Patienten mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen möglich. Die Vernetzung von Grundlagenforschung und Klinik in einem Exzellenzzentrum ist einzigartig und zukunftsweisend.“
Besonders eng wird das Zentrum mit der unmittelbar benachbarten Hautklinik kooperieren. Professor Detlef Zillikens, der Direktor der Hautklinik, sagte: „Patienten mit Schuppenflechte, Neurodermitis, Allergien und Autoimmunerkrankungen der Haut werden wir zukünftig nicht mehr in der Hautklinik sondern in der Entzündungsmedizin untersuchen und behandeln. Daraus wird sich eine Verbesserung hinsichtlich der interdisziplinären Betreuung unserer Patienten ergeben.“ Für die neue Struktur des Exzellenzzentrums wurde die Zusammenarbeit mit den Fachleuten der Hautklinik am Campus Lübeck ausgeweitet und eine zusätzliche gemeinsame Sprechstunde eingerichtet. Ziel ist es, Menschen mit schwer zu behandelnden chronischentzündlichen Hauterkrankungen sehr früh innovative Therapiekonzepte zukommen zu lassen und so eine optimale Versorgung sicherzustellen. Dazu werden auch neu entwickelte Behandlungsansätze direkt aus der Grundlagenforschung in die Anwendung übertragen. „Entscheidend ist für uns die enge Kooperation mit allen beteiligten Fachdisziplinen“, sagt Thaçi.

Artikelaktionen